++ Vögelsterben ++ Brennholz ++ Zahlungsmoral ++ Tierärzte ++ Alzheimer ++ Coronawelle ++
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++ Vögelsterben ++ Brennholz ++ Zahlungsmoral ++ Tierärzte ++ Alzheimer ++ Coronawelle ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 6. April 2020!

Bakterium tötet Singvögel

Der Erreger des mysteriösen Meisensterbens steht fest: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht. Seit Anfang März erreichen den Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) vermehrt Meldungen zu krank wirkenden Vögeln. Über die Meldeplattform des NABU, dem bundesweiten LBV-Partner, sind bereits über 1.500 tote oder kranke Vögel aus dem Freistaat gemeldet worden. Neben Blaumeisen haben die Bayern auch andere Vogelarten wie Rotkehlchen, Goldammer und Gimpel auffällig oft gemeldet. „Es ist wahrscheinlich, dass nicht alle gemeldeten Blaumeisen in Bayern und vor allem nicht die anderen Vogelarten an dem gefundenen Erreger Suttonella ornithocola erkrankt und verstorben sind. In der Vogelwelt kursieren immer mehrere Bakterien oder Viren, an denen Vögel erkranken und sterben können“, sagt die LBV-Artenschutzreferentin Dr. Miriam Hansbauer. Um mehr über das bayerische Vogelsterben herauszufinden, ruft der LBV weiterhin dazu auf, kranke und offensichtlich an Krankheit verstorbene Vögel an seinen bundesweiten Partner NABU unter nabu.de/meisensterben zu melden.

Preis für Brennholz sinkt

Heiße Sommer, Trockenheit, Borkenkäfer und Herbststürme – der deutsche Wald hat in den letzten beiden Jahren besonders gelitten. Um ihn intakt zu halten und Gefahren durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu verhindern, musste großflächig gefällt werden. Daher herrscht ein Überangebot an Brennholz. Die Folge ist ein Preisrückgang von zehn Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchengeräte e. V., der die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt. Die Erhebung wird seit 2013 alljährlich durchgeführt. Hierbei werden bundesweit 30 staatliche Forstämter zur Einschätzung der Versorgungslage und Preissituation von Brennholz befragt.

Coronakrise drückt Zahlungsmoral

Die Coronapandemie wirkt sich auf die Zahlungsmoral aus. Bereits jetzt beobachten 69 Prozent der Inkassounternehmen, dass sich die Rechnungstreue privater Schuldner seit Beginn der Krise verschlechtert hat. Für gewerbliche Schuldner bestätigen das sogar 74 Prozent der Rechtsdienstleister. Deren aktuelle Branchenumfrage zeigt aber auch, dass es sich erst um den Beginn einer noch stärkeren Eintrübung handeln dürfte. Denn immerhin 83 Prozent der befragten BDIU-Unternehmen berichten, dass Privatschuldner derzeit wegen Kurzarbeit nicht zahlen können. Noch im November, bei der vorigen Umfrage, spielte dieser Nichtzahlgrund gar keine Rolle. 65 Prozent erklären zudem, dass säumige Verbraucher unter einem erst durch die Coronakrise ausgelösten Liquiditätsengpass litten.

Millionenbetrag sichergestellt

Im Zusammenhang mit einem Diebstahl aus einem Geldtransporter am 1. Juli 2019 in der Schweiz konnten nun 2,5 Millionen Schweizer Franken sichergestellt werden. Die Staatsanwaltschaften Solothurn/Schweiz und Traunstein/Bayern führen in enger Zusammenarbeit gegen insgesamt 15 Personen Ermittlungen. Der genaue Tathergang und die mutmaßlichen Tatbeiträge der Beschuldigten sind noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der Fahndungserfolg wurde durch enge internationale Zusammenarbeit der beteiligten Justiz- und Polizeidienststellen ermöglicht.

Besuche in Pflegeheimen

Heimbewohner können bestmöglich geschützt werden, wenn Kontakte so weit wie möglich vermieden werden. Das betont der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) angesichts der aktuellen Diskussionen um eine Lockerung der Besuchsverbote in stationären Pflegeeinrichtungen. „Wer wieder Besuche zulässt, trifft auch die klare Entscheidung, vermeidbare Kontakte künftig zu erlauben und die damit verbundene steigende Infektionsgefahr zu akzeptieren“, sagt der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Christof Beckmann. Die Verantwortlichen in den Pflegeheimen gerieten damit in die Zwickmühle. „Die Reihenfolge zählt: Erst muss der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Pflegepersonals sichergestellt sein, dann müssen Angehörige ihre Verwandten auch wieder regelmäßig besuchen können. Zu welchen dramatischen Entwicklungen eine Infektion im Pflegeheim führen kann, zeigt die Statistik. Über 40 Prozent der mehr als 1.000 Covid-19-Toten in NRW lebten in Pflegeheimen“, so Beckmann.

Tierärzte weiterhin zuversichtlich

Rund zwei Drittel der deutschen Tierarztpraxen und -kliniken konnten trotz Corona-Krise in den Monaten März und April 2020 im Vergleich zum Vorjahr stabile Umsätze/Behandlungszahlen vermelden. Das ergab eine Mitgliederumfrage des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) im April, an der 18 Prozent der Praxisinhaber unter den bpt-Mitgliedern (755 Inhaber) teilgenommen haben. Danach war trotz der massiven Folgen des staatlich angeordneten Lockdowns die Stimmung bei den Praktikern überwiegend positiv. Auch der Blick in die Zukunft bliebe zuversichtlich.

Furcht vor Abweisung durch Kliniken

Neun von zehn Bundesbürgern betrachten Personalmangel bei Ärzten als die größte Herausforderung für Kliniken, Personalknappheit beim Pflegepersonal nennen sogar 95 Prozent. Mehr als 60 Prozent haben schon mitbekommen, dass Klinikabteilungen aufgrund von Personalmangel schließen mussten und 11 Prozent haben es selbst oder im engeren Umfeld erlebt. Ältere Befragte haben es deutlicher wahrgenommen als jüngere. Mehr als 10 Prozent geben an, schon einmal von einer Klinik aufgrund von Personalmangel abgewiesen worden zu sein oder kennen jemanden, dem das passiert ist. Bei einer Pandemie, wie jetzt durch das Corona-Virus befürchten 61 Prozent einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems, Frauen schätzen diese Gefahr höher ein als Männer. Ebenfalls 61 Prozent sehen zunehmende Probleme bei der Versorgung älterer Patienten. Das ergab eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Befragten des Instituts Toluno im Auftrag der Asklepios Kliniken.

Alzheimer-Vorbeugung trotz COVID-19

Da die Alzheimer-Krankheit trotz intensiver Forschung bislang nicht heilbar ist, steigt das Interesse am Thema Alzheimer-Prävention stetig. Die Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) hat Tipps zusammengestellt, die sich auch unter Einhaltung der COVID-19-Beschränkungen umsetzen lassen. Die gemeinsam mit Alzheimer-Forschern entwickelte AFI-Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ enthält Hinweise für den Alltag sowie Hintergrundwissen zur Alzheimer-Prävention. Sie kann kostenfrei bestellt werden bei der AFI, Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf, Rufnummer 02 11/86 20 66 0, Website: alzheimer-forschung.de/alzheimer-vorbeugen.

Paritätischer fordert Überbrückungsgeld

Der Paritätische Wohlfahrtsverband macht in einer Stellungnahme an den Bundestagsausschuss für Gesundheit auf eine sozialrechtliche Leerstelle von hoher Brisanz aufmerksam: Infolge erster Lockerungen von behördlich angeordneten Coronavirus-Schutzmaßnahmen und der damit einhergehenden Öffnung von Arbeitsstätten droht eine Situation, in der gesundheitlich besonders gefährdete Beschäftigte allein aus Angst vor Verdienstausfall ihre Arbeit in den Betrieben wieder aufnehmen und sich damit in Lebensgefahr begeben. Nach aktueller Rechtslage können Risikogruppen zwar der Beschäftigung fernbleiben, haben jedoch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Der Paritätische fordert daher für alle besonders gefährdeten Beschäftigten ein Überbrückungsgeld, orientiert an den Regelungen zum Kurzarbeitergeld.

Zweite Coronawelle verhindern

Mit einer Gemeinschaftsaktion wollen 100 mittelständische Unternehmen eine zweite Corona-Infektionswelle verhindern. Kurz nach Ostern starteten sie die Kampagne „Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer“. Seitdem haben mehr als 1.000 Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kostenlos zu Infektionsschutzhelfern ausbilden lassen, insgesamt mehr als 7.500 Personen. Mehr als 250 Unternehmen haben zudem das kostenlose Tool zur Gefährdungsbeurteilung genutzt, das seit dem 30. April online ist. Mehr online: infektionsschutzhelfer.de.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 29. April 2020.

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