++ Wirtshauskultur ++ Inkasso ++ E-Bikes ++ Mülltrennung ++ Integration ++ Enteignungen ++
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Prospekt-Box Blickpunkt

++ Wirtshauskultur ++ Inkasso ++ E-Bikes ++ Mülltrennung ++ Integration ++ Enteignungen ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 10. April 2019!

Wirtshaus- statt Verbotskultur

Das österreichische Volksbegehren „Don’t smoke“ ist gescheitert. FPÖ und ÖVP lehnten die Forderung nach einem kompletten Rauchverbot in der Gastronomie ab. Franz Bergmüller, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK), begrüßt diese Entscheidung. Die österreichische Regierung habe damit ein „klares Zeichen zur Unterstützung der einheimischen Gastronomiebetriebe“ gesetzt.

Inkassounternehmen steigern Ergebnis

Inkassounternehmen haben letztes Jahr 5,8 Milliarden Euro der deutschen Wirtschaft wieder zurückgeführt. Das sind 16 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. So lautet das Ergebnis einer Branchenstudie, die der „Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. (BDIU)“ veröffentlicht hat. „Inkassodienstleister sind ein Stützpfeiler unserer Wirtschaft“, sagt Kirsten Pedd, Präsidentin des Inkassoverbands: „Sie versorgen alle unsere Branchen mit Liquidität, verhindern Zahlungsausfälle und sichern dadurch Jobs und unternehmerische Existenzen. Damit sind sie gerade jetzt, wo sich die Konjunkturaussichten allmählich eintrüben, ein Garant für die weitere Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.“

Autoproduktion geht zurück

Die Automobilindustrie in Deutschland hat aufgrund ihrer Größe und ihrer Verflechtung erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Jahresverlauf 2018 ist die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen jedoch deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Produktion im zweiten Halbjahr 2018 kalender- und saisonbereinigt um 7,1 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr.

Mit E-Bike erst üben

Wer erstmals auf ein E-Bike steigt oder im Frühjahr nach längerer Pause wieder in die Pedale tritt, sollte sich vor der ersten Tour zunächst mit dem Rad in Ruhe vertraut machen. Das Patientenmagazin „HausArzt“ empfiehlt, auf einem ruhigen Platz zu üben: Kurven fahren, beschleunigen und bremsen. Denn mit maximal 25 km/h ist man auf einem E-Bike flotter unterwegs als mit einem normalen Rad. Mit Motor, Akku und einem robusteren Rahmen wiegen E-Bikes zudem rund fünf Kilogramm mehr als herkömmliche Fahrräder. Das beeinflusst die Fahrdynamik. E-Bike-Fahrer sollten außerdem beachten, dass sie bei voller Leistungsstärke einen längeren Bremsweg haben. Vor jeder Radtour sollte man testen, ob die Bremsen funktionieren. Und bei jedem Fahrrad gilt besonders beim Bergabfahren: Niemals allein die Vorderbremse betätigen – sonst riskiert man einen Salto.

Mehr Männer in Kitas

Die Zahl der in bayerischen Kindertageseinrichtungen tätigen Personen steigt stetig: von 58.880 im Jahr 2007 auf 113.955 im Frühjahr des Jahres 2018. Dabei ist die Zahl der in Tageseinrichtungen tätigen Männer in diesem Zeitraum von 2.846 auf 7.280 gestiegen. Dennoch stellten Männer lediglich 6,4 Prozent des in bayerischen Kindertageseinrichtungen tätigen Personals, beim pädagogischen Personal sogar nur 4,4 Prozent.

DLRG-Kampagne „Rettet die Bäder!“

Die „Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)“ hat ihre Petition „Rettet die Bäder!“, die sich gegen das fortwährende Schließen von Schwimmbädern richtet, bis Ende August verlängert. „Wir wollen mit unserer Kampagne das Problem des schleichenden Bädersterbens einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und gezielt dort ansetzen, wo das Schwimmenkönnen so wichtig ist“, erklärt Achim Haag, Präsident der Lebensretter. Gemeint sind die über 2.000 Badestellen in Deutschland, an denen die DLRG während der Sommermonate präsent ist. Mehr Information: rettet-die-baeder.de.

BVSE-Kampagne für Mülltrennung

Der „Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V. (BVSE)“ hat die Test-Kampagne „Recycle deine Meinung: Mülltrennung wirkt“ gestartet. Ziel: Über Vorurteile und die richtige Mülltrennung aufklären. Die Kampagne wird 2020 bundesweit durchgeführt. bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock erklärt: „Wer mehr Recycling will, muss dafür sorgen, dass die Qualität der Sammlung/Erfassung verbessert wird. Daher ist es erforderlich, dass die Bürgerinnen und Bürger über regelmäßige und überregionale Kampagnen über den Sinn und Zweck und die Art und Weise der getrennten Sammlung informiert werden. Wir sind dringend auf die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Es ist enorm wichtig, diese anzusprechen und einzubinden, denn auch die modernsten Sortieranlagen scheitern, wenn schlechtes Inputmaterial auf die Sortierbänder kommt.“

553 Abschiebungen für 5,5 Mio. Euro

Seit dem Ende des Abschiebestopps haben die Behörden in Deutschland mit 22 Flügen 533 Afghanen in ihre Heimat zurückgebracht. Das geht nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD hervor. Das Chartern der Maschinen kostete danach fast 5,5 Millionen Euro. Insgesamt 1470 Begleiter wurden eingesetzt. Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer nach Afghanistan sank von 3319 im Jahr 2016 auf 1118 im darauf folgenden Jahr. Vorläufige Zahlen aus dem Jahr 2018 weisen nur noch 401 Rückkehrer aus. Der AfD-Abgeordnete René Springer verweist darauf, dass mit deutscher Unterstützung rund eine Million Afghanen aus Pakistan und Indien in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Dagegen habe sich die Zahl der Afghanen in Deutschland nach Regierungsangaben seit 2011 von 56.563 auf 257.111 mehr als vervierfacht.

Richtigstellung von Fake News

Eine neue automatische Gegendarstellung in den sozialen Netzwerken gehört zu den Abwehrmethoden, mit denen sich der Bundestagsausschuss für Digitale Agenda bei einer Expertenanhörung befasst hat, um künftige Wahlen vor Attacken aus dem Netz zu schützen. Das berichtet die „Rheinische Post“. Eine automatisierte Reaktion auf Fake News hält danach der Digitalexperte Alexander Sängerlaub von der Denkfabrik „Stiftung Neue Verantwortung“ für sinnvoll und technisch möglich. „Dann würde derjenige, der das Falsche gelesen hat, auch auf die Richtigstellung hingewiesen“, erläuterte Sängerlaub.

„Integration ist Zweibahnstraße“

Die Hilfsorganisation CARE baut ihr Integrationsprojekt KIWI – „Kinder und Jugendliche Willkommen“ weiter aus und bietet mit „KIWI kids“ nun auch Unterstützung bei der Integrationsförderung in Grundschulen an. Speziell für den Einsatz an Grundschulen hat CARE die „KIWI kids-Box“ entwickelt, die altersgerechtes und praxiserprobtes Unterrichtsmaterial beinhaltet. Damit soll besonders interkulturelles, soziales und globales Lernen unterstützt werden. Im Vordergrund stehen dabei Übungen, die die Schülerinnen und Schüler zum Mitgestalten und Selbermachen anregen. Dazu greift KIWI die kulturellen Schätze der Kinder und ihrer Familien auf und teilt sie mit der Schul- und Klassengemeinschaft.

Bezahlen per Handy

Das Bezahlen per Smartphone setzt sich auch in Deutschland durch – vor allem bei den jüngeren Bevölkerungsschichten: 46 Prozent der unter 30-jährigen Deutschen haben Mobile Payment bereits genutzt oder tun dies gar häufig oder regelmäßig. Der Anteil der Mobil-Bezahler quer durch alle Altersgruppen liegt aktuell bei 25 Prozent. In fünf Jahren wollen bereits 57 Prozent der Deutschen Zahlungen mobil abwickeln. Zu diesen Ergebnissen kommt der „Mobile Payment Report 2019“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Dafür wurden 1.000 Deutsche sowie je 500 Menschen aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und der Türkei befragt.

SPD für Enteignungen

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende der SPD in Bayern, Natascha Kohnen, hat Enteignungen als letztes Mittel des Staates verteidigt. „Enteignungen sind das äußerste Mittel des Staates zur Sicherung des Gemeinwohls und durch das Grundgesetz gedeckt. Das ist kein Sozialismus, sondern unsere Verfassung“, sagte Kohnen der „Rheinischen Post“. Zugleich forderte sie mehr Gelassenheit. „Die Debatte ist hysterisch“, sie lenke vom eigentlichen Problem ab, so die Sozialdemokratin. „Wir brauchen einen Mietenstopp, mehr sozialen Wohnungsbau und eine Stärkung der Mieterrechte. So hilft man Mieterinnen und Mietern schnellstmöglich“, meint Kohnen.

Europawahl 2019: Listenplätze uneinheitlich

Die Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln für die Europawahl am 26. Mai 2019 ist nicht bundesweit einheitlich. Wie der Bundeswahlleiter weiter mitteilt, wird die Reihenfolge der Wahlvorschläge auf den Stimmzetteln durch das Europawahlgesetz festgelegt. Sie richtet sich in den einzelnen Bundesländern nach der Zahl der Stimmen, die die Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen bei der Wahl zum Europäischen Parlament 2014 im betreffenden Bundesland erzielt haben. Wahlvorschläge von Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen, die an der letzten Europawahl nicht teilgenommen haben, schließen sich in alphabetischer Reihenfolge der Namen an. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 3. April 2019..

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