++ Zecken ++ Fettschadstoffe ++ BAFöG ++ Gewerbe ++ Online-Banking ++ Bahnpersonal ++
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Bayern- & Deutschlandnews zum 7. August 2019!

Angst vor exotischen Zecken wächst

Jüngst berichteten die Medien über die tropische Hyalomma-Zecke, die laut der Universität Hohenheim und dem Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr erstmals in Deutschland überwintert hat. Die spinnenartige Riesenzecke ist eigentlich in Asien, Afrika und Südeuropa heimisch. Fast jeder zweite Deutsche (43 Prozent) fürchtet sich vor der Übertragung gefährlicher Krankheiten durch solche exotischen Arten, wie eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergeben hat. „Der Parasit, der dreimal so groß ist wie hiesige Zecken, wurde in Deutschland aber bislang nur vereinzelt nachgewiesen“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH.

Aufnahme von Fettschadstoffen möglich

Bei der Raffination von Palmöl können im Vergleich zu anderen Pflanzenölen erhöhte Mengen an Fettschadstoffen entstehen, darunter 3-Monochlorpropandiol-Fettsäureester (3-MCPD). Dieser Stoff ist möglicherweise krebserregend. Je mehr palmölhaltige Lebensmittel verzehrt werden, desto größer ist auch die Aufnahme an 3-MCPD. Die Verbraucherzentrale Bayern hat 26 Hersteller von palmölhaltigen Backwaren, Brotaufstrichen und Snacks zum Gehalt an 3-MCPD in ihren Produkten befragt. „So konnten wir anhand von Rechenbeispielen zeigen, dass besonders bei Kindern die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge schnell überschritten wird“, erläutert Jutta Saumweber, Referatsleiterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bayern. Sie empfiehlt Eltern, die Zutatenliste zu beachten und nach Möglichkeit auf palmölfreie Alternativen auszuweichen.

339 Millionen Euro BAFöG in Bayern

Im Jahr 2018 bezogen in Bayern 89.242 Schüler und Studierende Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das waren nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik etwa 8,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor (97.552). Die Ausgaben dafür beliefen sich auf gut 338,9 Millionen Euro (2017: 372,6 Millionen) und sanken nahezu paralell zur Anzahl der Geförderten um neun Prozent. Der durchschnittliche Förderbetrag je Monat lag mit 496 Euro etwas niedriger als im Vorjahr (2017: 500 Euro).

Mittelstand beliebt

Kleinere Arbeitgeber sind bei Fachkräften am beliebtesten. Das zeigt der StepStone Mittelstandsreport 2019, für den die Online-Jobplattform mehr als 22.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt hat. Während 59 Prozent aller Befragten demnach am liebsten bei einem kleineren oder mittleren Unternehmen (KMU) arbeiten würden, bevorzugen nur 12 Prozent einen Job in einem Großkonzern (> 5.000 Angestellte). Die Studie zeigt auch: 76 Prozent derjenigen, die bereits im Mittelstand beschäftigt sind, möchten auch in Zukunft bei einem KMU arbeiten. Nur fünf Prozent von ihnen wollen künftig lieber in einen Großkonzern wechseln. Laut Studie schätzen die Beschäftigten in KMU an ihrem Arbeitgeber vor allem die familiäre Atmosphäre, die flachen Hierarchien und den hohen individuellen Gestaltungsspielraum.

Mietpreisbremse in 162 Kommunen

In 162 bayerischen Städten und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt gilt seit 7. August die Mietpreisbremse. Damit darf bei neu abgeschlossenen Mietverträgen die Miete zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um 10 Prozent übersteigen. Dies gilt auch bei der Vermietung möblierter Wohnungen. Darüber hinaus gelten in jenen Kommunen nun auch eine abgesenkte Kappungsgrenze und eine verlängerte Kündigungssperrfrist: Innerhalb von drei Jahren darf der Vermieter damit die Miete nicht um mehr als 15 Prozent (statt 20 Prozent) und nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus erhöhen. Außerdem kann ein Erwerber von bereits vermietetem Wohnraum bei Umwandlung in Wohnungseigentum dem Mieter erst nach Ablauf von zehn Jahren seit der Veräußerung zum Zwecke des Eigenbedarfs oder der Verwertung kündigen. Zu den Kommunen in Oberbayern gehören unter anderen die kreisfreie Stadt Rosenheim, im Landkreis Rosenheim Bad Endorf, Brannenburg, Feldkirchen-Westerham, Raubling, Riedering, Rimsting und Stephanskirchen, im Landkreis Mühldorf am Inn hingegen keine.

Mehr Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2019 saison- und kalenderbereinigt um 2,5 Prozent höher als im Vormonat. Für Mai 2019 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 2,0 Prozent gegenüber April 2019 (vorläufiger Wert: -2,2 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Großaufträge lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat.

Jeder Zweite nutzt Online-Banking

51 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nutzten 2018 Online-Banking für private Zwecke. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil noch bei 33 Prozent gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten weiter mitteilt, wird Online-Banking besonders von 25- bis 44-Jährigen betrieben: 2018 nutzten 78 Prozent der Personen dieser Altersklasse das Internet zur Einsicht ihres Kontostands oder für Überweisungen. Bei den 16- bis 24-Jährigen lag der Anteil bei 50 Prozent und bei den 45- bis 64-Jährigen bei 55 Prozent Dagegen nutzten nur 25 Prozent der über 65-Jährigen Online-Banking. Andere finanzbezogene Aktivitäten werden seltener online abgewickelt. Zehn Prozent der Bevölkerung nutzten 2018 das Internet für den Abschluss oder die Verlängerung von Versicherungsverträgen. Sechs Prozent kauften oder verkauften Aktien, Fonds und andere Investitionsdienstleistungen online. Und lediglich drei Prozent tätigten Darlehens- und Kreditgeschäfte mit Banken und anderen Finanzdienstleistern über das Internet.

Personalmangel im Bahnverkehr

Bei der Südostbayernbahn fallen derzeit wegen Personalmangels immer wieder Züge im Raum Wasserburg aus. Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordert Maßnahmen, um Zugausfälle wegen fehlender Lokführerinnen und Lokführer zukünftig zu vermeiden. Claudia Köhler, MdL und Betreuungsabgeordnete für Stadt und Landkreis Rosenheim der Bündnisgrünen erklärt: „Wir Grüne wollen, dass die Staatsregierung bei zukünftigen Ausschreibungen der Südostbayernbahn auch belastbare Nachweise über ausreichendes Personal und Reservepersonal von den Eisenbahnverkehrsunternehmen fordert. Es sollte geprüft werden, inwieweit die Südostbayernbahn einen eigenen Lokführerreservepool aufbauen kann, um Zugausfälle aufgrund fehlender Lokführerinnen und Lokführer zu reduzieren. Ein solcher Pool wird derzeit in Baden-Württemberg ausgeschrieben.“

Trockener Sommer füllt die Fässer

Im außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer 2018 kelterten die Winzerinnen und Winzer in Deutschland deutlich mehr Wein als im Vorjahr. Aus der gesamten Weinmosternte erzeugten sie 1,03 Milliarden Liter Wein (einschließlich des in Wein umgerechneten Mosts). Damit stieg die Weinerzeugung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, dominiert Weißwein mit 66 Prozent gegenüber Rotwein mit 34 Prozent der Gesamtmenge (einschließlich Roséwein und Rotling). Damit hat der Rotweinanteil im Vergleich zum Vorjahr (39 Prozent) abgenommen. Im Vergleich zum Sechsjahresmittel 2012 bis 2017 lag die Weinerzeugung um fast 19 Prozent höher. Umgerechnet in 0,75-Liter-Flaschen ergibt die Weinerzeugung des Jahres 2018 rund 1,4 Milliarden Flaschen Wein. Von der gesamten Weinerzeugung 2018 betrug der Anteil an Prädikatswein 37 Prozent oder 380 Millionen Liter. Das war die höchste Menge an Wein der höchsten Qualitätsstufe seit 2003 (430 Millionen Liter). Zudem wurden 600 Millionen Liter Qualitätswein (59 Prozent) und 45 Millionen Liter Wein oder Landwein (4 Prozent) erzeugt.

Kritik an „Fridays for Future“

Der Künstler Jonathan Meese, 43, gehört zu den berühmtesten Gegenwartskünstlern. In der aktuellen Ausgabe des Studierendenmagazins ZEIT CAMPUS übt er Kritik an der „Fridays for Future“-Bewegung: „Ich finde es sehr problematisch, wenn junge Menschen sich von außen die Ideologie in die Gesichter meißeln lassen.“ Und weiter: „Ich habe Angst, dass sie sich zu schnell einer politischen Partei unterwerfen. Und gleichzeitig will ich denen nichts vorschreiben, das ist ja deren Angelegenheit.“ Meese betont: „Mich interessiert Ideologisierung nicht. Mich interessiert Realpolitik nicht. Mich interessiert nur die Zukunft.“ Auch das Video „Die Zerstörung der CDU“ des YouTubers Rezo kritisiert Meese im Interview mit ZEIT CAMPUS: „Die YouTuber müssen gegen jede Partei sein. Nur eine Spaltung vorzunehmen und dann zu behaupten: Die drei Parteien, die sind zumindest ein bisschen besser, das reicht nicht.“

Verdi für „Fridays for Future“

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft ihre rund zwei Millionen Mitglieder dazu auf, sich am Klimastreik von Fridays for Future am 20. September zu beteiligen. „Wir werden zur Teilnahme an den Veranstaltungen aufrufen. Es geht darum, Flagge zu zeigen – wir brauchen ein deutlich konsequenteres Handeln der Politik beim Klimaschutz“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagsausgabe, und waz.de). Fridays for Future plant am 20. September Aktionen in mehr als 100 deutschen Städten. Die Jugendorganisation nennt das ihren „dritten globalen Klimastreik“ und versteht ihn als eine Art Generalstreik. AfD-Bundesvorstandsmitglied Andreas Kalbitz erklärt dazu: „Frank Bsirske und seine klimastreikenden Gewerkschafter verraten die Arbeitnehmer, um deren Interessen sie sich kümmern sollten. Tatsächlich handeln sie sogar aktiv gegen die Interessen der Arbeitnehmer, denn die industriefeindliche Grünen-Politik der Klima-Aktivisten wird viele zusätzliche Arbeitsplätze in Deutschland vernichten.“

Beugehaft gegen Landesregierung?

Im Verfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Landesregierung Baden-Württemberg für die Saubere Luft in Stuttgart hat die DUH am 2. August 2019 beim Verwaltungsgericht (VG) Stuttgart einen Antrag auf Beugehaft zur Vollstreckung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Februar 2018 eingereicht. Alle vier bisher gerichtlich erwirkten Zwangsgeldandrohungen und Zwangsgeldfestsetzungen gegen die Landesregierung Baden-Württemberg wurden von der Landesregierung weitgehend ignoriert. Das rechtskräftige Urteil zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans wurde bisher nicht umgesetzt.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 24. Juli 2019.

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