Frösche, Kröten, Molche und Unken wandern am liebsten, wenn es feucht ist und die Außentemperatur über sieben Grad liegt. Foto: Landratsamt Rosenheim/Katharina Amelung
Eben noch im Tiefschlaf, heute schon unterwegs. Die frühlingshaften Temperaturen sorgen dafür, dass sich wieder unzählige Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen.
Sie wissen, dass ihnen der Ort, an dem sie einst geschlüpft sind, beste Lebens- und Wachstumsbedingungen bietet, deshalb kehren sie dorthin zurück. Nicht selten queren die Tiere
dabei stark befahrene Bundes- und Staatsstraßen. Dort, wo es keine dauer-
haften Schutzeinrichtungen gibt, hat das Staatliche Bauamt Rosenheim deshalb mobile Amphibienzäune aufgestellt, um die Tiere zu schützen. Das Aufstellen übernehmen in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Miesbach und Ebersberg die Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamtes, beauftragte Landschaftspflegefirmen sowie Naturschutzorganisationen.
Möchten Amphibien die Straßen queren, werden sie entlang der Schutzzäune geleitet und landen schließlich in bereitgestellten Eimern. Darin werden die Tiere dann in der Regel von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sicher über die Straße gebracht und können von dort aus ihren Weg fortsetzen.
Mit dem ersten Absammeln der Amphibien wurde im Landkreis Rosenheim bereits begonnen. Andere Amphibienschutzzäune werden in Abhängigkeit vom Wetter aufgebaut. Während der Amphibienwanderung ist besondere Aufmerksamkeit von allen, die mit dem Auto unterwegs sind, gefragt. Amphibien sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden unterwegs, insbesondere bei Temperaturen von über fünf Grad und feuchter Witterung. Entsprechend sind dann auch die vielen Helferinnen und Helfer im Einsatz. Fahren Sie deshalb zu dieser Zeit besonders umsichtig, passen Sie Ihre Geschwindigkeit an und achten Sie auf die Straßenränder!
Die Zeit der Amphibienwanderung dauert in der Regel nur wenige Wochen. Ist die Wanderung beendet, werden die Zäune wieder abgebaut und für das nächste Jahr bereitgelegt.








