In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am
Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von
Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von komplizierten Beziehungen zu
Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Regie: Regina Schilling, mit Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Paul Celan, Hans Werner Henze, FSK 6, 95 Min. Ingeborg Bachmann – Jemand, der ich mal war, ist ein Dokumentarfilm, der sich behutsam der österreichischen Schriftstellerin nähert und sie auf unterschiedlichsten Ebenen zum Leben erweckt. Ingeborg Bachmanns Themen, wie Identität, Gender und die Rolle der Frau in der Gesellschaft scheinen dabei aktueller denn je zu sein.
Und so verschwimmen im Film Vergangenheit und Gegenwart, nicht zuletzt auch durch eine intensive Sandra Hüller, zu einer kraftvollen Einheit.
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Andreas Wimmer, soulkino









