Affären, fehlender Freiraum und mangelnde Körperhygiene sind die häufigsten Trennungsgründe
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Affären, fehlender Freiraum und mangelnde Körperhygiene sind die häufigsten Trennungsgründe

Am 26. Juni ist der Tag des Verzeihens. Zu diesem Anlass hat ElitePartner untersucht, was die Menschen in Deutschland in der Liebe verzeihen können – und welche Dinge für die Partnerschaft das Aus bedeuten.

Die internet-repräsentative ElitePartner-Studie 2017 (6.500 Befragte) zeigt: Neben Untreue, fehlendem Freiraum und Eifersucht gehören auch fehlende Hygiene, wenig Kommunikation und ein Mangel an Zärtlichkeit zu den Top-Trennungsgründen. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt die Hintergründe.

Jeder Vierte würde eine Affäre verzeihen, jeder Zweite einen Seitensprung

Affären sind Trennungsgrund Nummer eins. Für mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland wäre das Beziehungs-Aus bei einer Affäre vorprogrammiert.

Das heißt allerdings auch, dass 23 Prozent sich vorstellen könnten, serielle Untreue zu verzeihen. Die einmalige Variante der Untreue, der Seitensprung, folgt dagegen überraschend erst auf Platz fünf der Trennungsgründe. Er wird leichter verziehen als eine längere Affäre und ist nur für die Hälfte Grund, die Beziehung zu beenden.

Für Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner ist klar: „Das Unverzeihliche bei Untreue ist meist nicht die körperliche Ebene, auch wenn das einseitige Aufkündigen der Exklusivität bei einem Seitensprung verletzt. Vor allem zerstören der emotionale Betrug und mit einer Affäre verbundene Lügen das Vertrauen nachhaltig und irreparabel.“

Zu wenig Freiraum und zu viel Eifersucht sind Top-Trennungsgründe

Dinge, die die Menschen in Deutschland noch weniger verzeihen könnten als einen Seitensprung haben vor allem mit dem Beziehungsalltag zu tun. Auf dem zweiten Platz liegt zu wenig Freiraum. 66 Prozent finden es unverzeihlich und würden sich trennen, wenn sie sich eingeengt fühlen – eine Einstellung, die zur individualisierten Gesellschaft passt.

Auf Platz drei: Mangelnde Körperhygiene. 60 Prozent würden ihren Partner verlassen, wenn er oder sie eher wenig von Duschen, Deodorant und Co hält. Ebenfalls vorne mit dabei ist das Thema Eifersucht – für gut die Hälfte der Befragten ist Schluss, wenn ihr Partner stark eifersüchtig ist.

Dafür rückt das beliebte Streitthema Geld auf die hinteren Plätze. Für nicht einmal jeden Vierten ist es ein Trennungsgrund, wenn der Partner zu sparsam oder zu verschwenderisch mit den Finanzen umgeht.

„Einengen und Eifersucht sind Beziehungskiller,“ so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Auch, wenn das Bedürfnis nach Partnerschaft ungebrochen ist, achten immer mehr auf die Verwirklichung ihrer Bedürfnisse, auch innerhalb der Beziehung. Da weniger gesellschaftliche Zwänge bestehen, wird bei Schräglagen abgewogen, inwieweit sich der Erhalt der Beziehung lohnt.“

Männer trennen sich, wenn der Sex ausbleibt – Frauen, wenn Zärtlichkeiten fehlen

Dabei gibt es einige Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Für Frauen ist beim Thema Untreue häufiger Schluss: 83 Prozent der Frauen, aber nur 71 Prozent der Männer trennen sich bei einer Affäre, beim Seitensprung sind es 56 gegenüber 45 Prozent. Zudem zeigt sich, dass Frauen und Männern in Beziehungen andere Aspekte der Körperlichkeit wichtig sind.

Frauen beenden die Beziehung, wenn Zärtlichkeiten verloren gehen (Frauen 50, Männer 44 Prozent). Männer, wenn der Sex ausbleibt: 28 Prozent würden sich wegen einer längeren Sexflaute trennen – aber nur 15 Prozent der Frauen.

Ein Viertel der Männer würde bei starker Gewichtszunahme Schluss machen

Starke äußerliche Veränderungen, etwa eine deutliche Gewichtszunahme, wären für die meisten Frauen kein Grund, eine Beziehung zu verlassen. Nur jede zehnte würde in einem solchen Fall die Trennung fordern. Dagegen wären deutliche optische Veränderungen für fast jeden vierten Mann (23 Prozent) ein Grund, Schluss zu machen.

Jede vierte Frau unter 30 verlässt ihren Partner bei beruflichem Misserfolg

Gerade Frauen in der Familiengründungsphase können mit anhaltendem beruflichem Misserfolg oder längerer Arbeitslosigkeit des Partners schwer umgehen. Jede vierte Frau unter 30 Jahren (24 Prozent) würde sich dann trennen. Zwischen 30 und 39 Jahren sind es ebenfalls noch 17 Prozent. Auch bei Untreue sind junge Frauen besonders sensibel und häufiger bereit, Schluss zu machen.

Drei von vier Frauen unter 30 Jahren würden ihren Partner wegen eines Seitensprungs verlassen, bei Männern im selben Alter sind es nur 57 Prozent. Generell sind Jüngere trennungsbereiter – besonders bei Untreue, fehlenden Zärtlichkeiten, Sexflaute und zu wenig Zeit für einander.

„Jüngere Menschen sind oft intoleranter bei Einbußen hinsichtlich der subjektiv empfunden Beziehungsqualität,“ erklärt Lisa Fischbach. „Oft haben sie noch Idealvorstellungen, wie die perfekte Beziehung sein soll und sind aufgrund kürzerer Beziehungsdauer wechselbereiter.“

Singles sind trennungsbereiter als Vergebene

Insgesamt sind Singles deutlich eher bereit, sich aufgrund der abgefragten Gründe zu trennen, als Menschen, die in einer Beziehung sind. Besonders streng sehen die Singles die Themen Freiraum (Singles: 75, Liierte: 62 Prozent), Körperhygiene (Singles: 69, Liierte: 56 Prozent) und Eifersucht (Singles: 64, Liierte: 48 Prozent). Möglicherweise sorgt der leibhaftige Partner an der Seite dafür, die eigenen Moralvorstellungen zugunsten der Liebe anzupassen – oder es sind gerade diejenigen Single, die insgesamt seltener verzeihen und sich schneller trennen.

Quelle: elitepartner.de

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