Braucht Bad Aibling ein Hallenbad?
Innenminister und Bürgermeisterkandidat machte sich einen Eindruck von den Einsatzfahrzeugen und tauschen sich mit den Einsatzkräften aus. Foto: CSU Bad Aibling
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Braucht Bad Aibling ein Hallenbad?

Blaulichtempfang mit Innenminister Joachim Herrmann.

Über 100 haupt- und ehrenamtliche Vertreter der Bad Aiblinger Blaulichtorganisationen sowie Interessierte kamen am Samstag zum Blaulichtempfang mit Innenminister Joachim Herrmann. Die CSU hatte in das Romantik Hotel Lindner eingeladen, um dem unermüdlichen Engagement der zahlreichen Einsatzkräfte zu danken. Auch Themen und konkrete Forderungen wurden diskutiert. Darunter die Frage, wie Bad Aibling wieder ein Hallenbad bekommt.

CSU-Fraktionssprecher und Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier freute sich, dass so viele „Helden des Alltags“ gekommen sind. Neben den Kommandanten und Vertretern der sechs Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Aibling, Mietraching, Willing, Harthausen, Berbling und Ellmosen, war auch die Aiblinger Polizeiinspektion, das Bayerische Rote Kreuz, die DLRG, die Wasserwacht sowie das THW stark vertreten.

Schlier nutzte die Gelegenheit, um Unterstützung einzufordern: „Wir sind gut aufgestellt, werben aber stark für eine weitere Verstärkung der Polizeiinspektion Bad Aibling. Von den 3 500 neuen Polizisten bis zum Jahr 2023 wünschen wir uns auch neue Beamte für Bad Aibling. Zudem setzen wir das Hallenbad auf Priorität 1 der freiwilligen Aufgaben.“ Dies forderte auch DLRG-Vorsitzende und Stadtratskandidatin Elisabeth Geßner. Sie fragte, ob höhere Fördersätze möglich seien. Eine Zusage könne der Innenminister hier nicht geben, aber er werde Anregungen mitnehmen und prüfen lassen. Dazu gehöre auch die Idee des Vorsitzenden der Wasserwacht Christian Wieseke, der sich als Alternative ein Wasserrettungs- und Katastrophenzentrum vorstellen könne.

Vorab stellte Stephan Schlier mit Blick auf die Hilfs- und Rettungsorganisationen fest: „Wir sind in Bad Aibling und unseren Dörfen sehr gut aufgestellt. Darauf können wir stolz sein. Ehrenamtliche, die sich für den Nächsten und das Gemeinwohl einsetzen, sind unsere Helden des Alltags. Zu jeder Tages- und Nachtzeit rücken sie aus, um ihren Mitmenschen zu helfen, um Leib, Leben und Güter anderer zu schützen – und dafür möchten wir uns herzlich bei ihnen bedanken“.

Innenminister Joachim Herrmann lobte insbesondere die Verlässlichkeit der Einsatzkräfte. „Ein vergleichbares System wie bei uns gibt es selten und ist nicht selbstverständlich“, so Herrmann. Darauf könne man stolz sein. Zu verdanken sei dies nicht nur den hauptamtlichen Einsatzkräften, sondern auch den zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die zu jeder Tages- und Nachtzeit verlässlich bereitstehen. Er erinnerte an das schreckliche Zugunglück, bei dem alle Hilfskräfte eine hervorragende Arbeit geleistet haben.

Die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungskräften sieht er mit Sorge und sprach in dem Zusammenhang von Null-Verständnis und Null-Toleranz. Es sei abscheulich, wenn Polizisten und andere Rettungskräfte angegriffen werden. Dasselbe gilt für Gaffer und Blockierer von Rettungsgassen. „Da muss die Politik auch hinter seinen Einsatzkräften stehen.“ Das gelte leider nicht für alle Parteien und Länder. Bayern ist weiterhin das sicherste Bundesland – teilweise mit deutlichem Abstand. Besonders erfreulich: laut Statistik ist der Landkreis Rosenheim noch sicherer als der Bayernschnitt.

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