Ein Mahnmal als Zeichen der Verantwortung
Auch die Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper, für deren Entwurf sich die Jury entschieden hatte, kamen zu Wort.
Prospekt-Box Blickpunkt

Ein Mahnmal als Zeichen der Verantwortung

Das neue Mahnmal am Wasserburger Heisererplatz wurde genau am Gedenktag aller Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar, mit einer beeindruckenden Zeremonie seiner Bestimmung übergeben.

Es war genau der Tag an welchem vor 75 Jahren das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. Das Mahnmal soll fortan an all jene „Wasserburgerinnen und Wasserburger“ erinnern, die Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes geworden sind: 62 Stelen erinnern an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. 62 Stelen, auf denen die Namen von 742 Opfern in Stadt und Altlandkreis zu finden sind.

„Ich bin von der Zahl der Menschen, die sich heute hier eingefunden haben, wirklich ergriffen”, so Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl in seiner Eröffnungsrede. Der Bürgermeister ging nicht nur auf die dunkle Geschichte Wasserburgs und der beiden Behinderteneinrichtungen in Attel und Gabersee während des Nationalsozialismus ein, sondern legte auch die Entstehungsgeschichte des Denkmals und dessen Hintergrund dar:

„Außen spiegelt sich die Gegenwart wider, innen wird man vom Gedenken aufgenommen. Wir wollen mit diesem außergewöhnlichen Mahnmal den Opfern ihre Namen zurückgeben.” Die Stadt werde nicht aufhören, weiter zu forschen. „Wir übernehmen damit Verantwortung für die Zukunft.”

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