++ Eisdielen ++ Elektrobusse ++ Männerbewegung ++ Ethik-Defizit ++ CO2-Bepreisung ++ Betrugsmaschen ++
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++ Eisdielen ++ Elektrobusse ++ Männerbewegung ++ Ethik-Defizit ++ CO2-Bepreisung ++ Betrugsmaschen ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 28. August 2019!

IHK: Rund 400 Eisdielen in Oberbayern

Eis essen hat im Sommer Hochkonjunktur. An Möglichkeiten dazu mangelt es in Oberbayerns Landkreisen nicht, wie aus einer Erhebung der IHK für München und Oberbayern hervorgeht. Demnach gibt es im ganzen Regierungsbezirk fast ein Drittel mehr Eisdielen als 1999. Aktuell zählt die IHK 390 Läden, vor zwanzig Jahren waren es noch 303. Auf 100.000 Einwohner kommen somit rund acht Eisdielen. Diese Zahl umfasst sowohl Eisdielen als auch andere Gastronomiebetriebe wie beispielsweise Cafés, die Speiseeis anbieten. Die meisten Eisdielen gibt es mit 81 in München, es folgen die Landkreise Rosenheim mit 31 und München mit 30. Am hinteren Ende steht der Landkreis Mühldorf mit sechs Betrieben.

Wo Oberbayerns größte Häuser stehen

Mit durchschnittlich 117,9 Quadratmetern Wohnfläche haben die Menschen im Landkreis Eichstätt die größten Häuser und Wohnungen in Oberbayern. Das geht aus Daten des Landesamts für Statistik hervor, die die LBS Bayern ausgewertet hat. Die größte Wohnfläche pro Kopf können die Menschen im Landkreis Starnberg für sich in Anspruch nehmen. Hier stehen jedem Einwohner 52,0 Quadratmeter zur Verfügung. Die kleinsten Wohnungen Oberbayerns stehen in der Stadt München mit einer Fläche von 72,4 Quadratmetern. Pro Kopf beträgt der Wert in der Stadt München 39,4 Quadratmeter. Insgesamt sind die Wohnflächen in Bayern deutlich gestiegen, erklärt die Landesbausparkasse. Während 1998 jeder Mensch in Bayern weniger als 40 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung hatte, sind es nun fast 48 Quadratmeter. Damit ist die Wohnfläche pro Kopf binnen 20 Jahren um 20 Prozent gestiegen.

Weniger Insolvenzverfahren in Bayern

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im ersten Halbjahr des Jahres 2019 bei den bayerischen Insolvenzgerichten insgesamt 5.734 Insolvenzverfahren beantragt, darunter 1 319 Unternehmens- und 2.907 Verbraucherinsolvenzverfahren. Verglichen mit dem ersten Halbjahr im Jahr 2018 nahm die Anzahl der beantragten Insolvenzverfahren damit um 8,4 Prozent ab. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 wurden jedoch 4,8 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen gezählt. Die beantragten Verbraucherinsolvenzen gingen insgesamt um 11,7 Prozent zurück. Die Zahl der aller beantragten Insolvenzverfahren ging vor allem in den kreisfreien Städten Bayerns zurück, hier wurden insgesamt 2 335 Insolvenzverfahren und damit 9,6 Prozent weniger Verfahren als noch im ersten Halbjahr des Jahres 2018 angemeldet. In den Landkreisen Bayerns fiel der Rückgang mit 7,6 Prozent auf 3.399 Verfahren im ersten Halbjahr des Jahres 2019 etwas geringer aus.

Pilotstudie für den Zensus 2021 startet

Vorbereitungen für die nächste Volkszählung laufen auf Hochtouren Das Bayerische Landesamt für Statistik führt im Rahmen der Vorbereitungen für den nächsten Zensus 2021 eine Pilotstudie durch. In der Zeit von November 2019 bis März 2020 werden in den Städten Nürnberg und Bamberg sowie im Markt Heroldsberg Befragungen in ausgewählten Haushalten durchgeführt. Das Landesamt für Statistik bittet um Teilnahme der ausgewählten Haushalte und sucht für diese Studie außerdem zuverlässige Erhebungsbeauftragte.

500 Elektrobusse für Indien

Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem indischen Finanzministerium einen Finanzierungsvertrag für ein zinsverbilligtes Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro zur Modernisierung des öffentlichen Verkehrs im indischen Bundesstaat Tamil Nadu unterzeichnet. Das Vorhaben umfasst unter anderem den Einsatz von 500 batteriebetriebenen Elektrobussen, den Austausch von 2000 alten Dieselbussen durch energieeffizientere Modelle, die Einführung von bargeldlosen Bezahlsystemen sowie die Einführung von IT zur Effizienzsteigerung des Betriebs und der Instandhaltung in den Städten Chennai, Coimbatore und Madurai.

Männerbewegung für Gleichheit

Der Verein MANNdat e. V. will Nachteile und Benachteiligungen von Jungen, Vätern und Männern bekannt machen und zu deren Beseitigung beitragen. Jungen sind häufiger als Mädchen chronisch mangelernährt und von körperlicher Züchtigung betroffen. Laut UNICEF-Report kommen mehr Jungen als Mädchen gewaltsam zu Tode. Die Economist Intelligence Unit hat wissenschaftlich belegt, dass sexueller Missbrauch von Jungen in vielen Ländern in den Gesetzen vernachlässigt wird. Knapp die Hälfte der untersuchten Länder hat überhaupt keinen gesetzlichen Schutz für Jungen. Oft sind die Gesetze spezifisch auf Mädchen ausgerichtet und erkennen Jungen nicht als Opfer an. Mit Sorge nimmt der Verein MANNdat in einem Brief an die UN „zur Kenntnis, dass sich die Vereinten Nationen immer weiter von ihrer ‚Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte‘ aus dem Jahr 1948 entfernen.“ Moderne Geschlechterpolitik in Zeiten von Gender Mainstreaming müsse beide Geschlechter im Blick haben, meint MANNdat. Indem die UN aber fast ausschließlich Mädchen und Frauen als schutzwürdige Opfer betrachtete, trennte sie die Geschlechter in Wertvolle und Verzichtbare und verweigert Jungen und Männern weitgehend die von ihr formulierten Menschenrechte.

Überschuss beim Bruttoinlandsprodukt

Der deutsche Staat erzielte im 1. Halbjahr 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungsüberschuss von rund 45,3 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.686,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,7 Prozent. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen konnten damit weiterhin insbesondere von einer günstigen Beschäftigungsentwicklung profitieren. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Sie bilden die Grundlage für die Überwachung der Haushaltslage in den EU-Mitgliedstaaten nach dem Stabilitäts- und Wachstumspakt (Maastricht-Kriterien). Aus den Ergebnissen für das 1. Halbjahr lassen sich nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen.

Ethik-Defizite in Unternehmen

Die ethische Kultur zeigt in vielen Unternehmen Deutschlands Defizite. Dies gilt insbesondere mit Blick auf das Identifizieren und Sanktionieren unethischer Verhaltensweisen. Viele Führungskräfte lassen außerdem erkennen, dass sie sich nicht regelmäßig über moralische Sachverhalte Gedanken machen. Rund ein Viertel der Führungskräfte neigt in manchen Situationen sogar dazu, ihre moralischen Ansichten hinter andere Interessen zurückzustellen. Dies sind die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Führungskräftebefragung, die die Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V. seit 2008 jährlich durchführt. An der Online-Umfrage beteiligten sich in diesem Jahr 545 Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft, davon rund 80 Prozent aus dem mittleren und oberen Management. Wie in den Vorjahren wurde die Befragung in Zusammenarbeit mit der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement sowie dem Executive Education Center der TUM School of Management der Technischen Universität München durchgeführt.

Klarheit beim Irak-Einsatz

Der Bundeswehrverband hat die Bundesregierung aufgefordert, zur Zukunft des Irak-Einsatzes baldmöglichst Klarheit zu schaffen. „Wenn es keine klare Strategie gibt, sind die Soldaten, wie die Diplomaten und Entwicklungshelfer vor Ort, die Leidtragenden“, sagte Verbandschef André Wüstner der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sich nach einem Irak-Besuch für eine Verlängerung des im Oktober auslaufenden Mandates ausgesprochen. Nun solle auch Außenminister Heiko Maas (SPD) „eindeutig Position beziehen“, erklärt Wüstner. Er sieht unter den Alliierten einen enormen Bedarf für die Luftaufklärung durch die Bundeswehr. Dies könne bei einer Umstellung von Tornado- auf Eurofighter-Jets weiter geleistet werden.

Sozial-gerechte CO2-Bepreisung

Eine schnelle, zielgerichtete und wirksame Umsetzung der CO2-Bepreisung ist mit einer sozial-gerechten Ausgestaltung vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Vergleichsstudie zur CO2-Bepreisung im Rahmen der bestehenden Energiesteuern. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Klima-Allianz Deutschland haben dafür sieben aktuelle Konzepte untersuchen lassen. Wissenschaftler vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) verglichen deren Effekte hinsichtlich Faktoren wie Klimaschutzwirkung und Sozialverträglichkeit. Die FÖS-Analyse verdeutlicht: Bisher sprechen die Preise nicht die ökologische Wahrheit und klimafreundlichere Alternativen wie Bahnfahren, erneuerbare Wärme oder Dämmmaßnahmen sind oftmals teurer als Auto, Flugzeug oder Ölheizung. Allen untersuchten Konzepten ist gemeinsam, dass sie die bisherigen Fehlanreize bei den Energiepreisen korrigieren wollen. Durch die CO2-Bepreisung sollen die Verbraucher jedoch bei den meisten Vorschlägen die gesamten oder einen Großteil der Einnahmen zurückerstattet bekommen. Dabei gilt: Wer klimafreundlich lebt, soll entlastet werden, wer einen großen CO2-Fußabdruck hat, muss mehr zahlen.

Holz: Heizenergie trotz Klimawandels

Rund jeder vierte Haushalt in Deutschland verfügt über die besondere Atmosphäre und angenehme Wärme eines knisternden Holzfeuers. So beleben insgesamt 11,5 Millionen Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine die Wohnzimmer ihrer Besitzer. Da das Heizen mit Holz in Zeiten des Klimawandels auch ökologisch von Bedeutung ist, hat der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V., interessante Fakten zusammengestellt. Grund: Wer mit Holz heizt, arbeitet dem Klimawandel entgegen. Was Brennholz von anderen Energieträgern unterscheidet: Es trägt nicht zur Erderwärmung bei, da es nur so viel Kohlendioxid freisetzt, wie der Baum zuvor während seines Wachstums aufgenommen hat – und auch dann wieder abgibt, wenn er im Wald auf natürliche Weise verrottet. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Kreislauf, der das Klima entlastet. Somit ist die Kohlendioxidbilanz von Holz als Wärmelieferant bis auf den Transportaufwand annähernd neutral.

Ministerien im Klima-Check

Die Dienstsitze der Bundesministerien und nachgeordneter Behörden haben beim Klimaschutz im Gebäudebereich gehörigen Nachholbedarf. Dies geht aus einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit Unterstützung des Energieberaterverbands GIH unter 26 Ministerien und nachgeordneten Behörden hervor. Nur vier von zwölf Bundesministerien lassen eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz im Gebäudebereich erkennen. Vollmundige Versprechungen der Bundesregierung vor dem Klimakabinett im September kritisiert die DUH angesichts der schlechten Performance im eigenen Amtssitz der Minister daher als unglaubwürdig.

Klimaklage: Frist für Stellungnahme

Ein Klagebündnis von Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und vielen Einzelklägern wie dem Schauspieler Hannes Jaenicke und dem Ex-Bundestagsabgeordneten Josef Göppel (CSU) hat im November 2018 Klage wegen der völlig unzureichenden deutschen Klimapolitik vor dem Bundesverfassungsgericht erhoben. Das Gericht hat in diesen Tagen mit einem Schreiben des Ersten Senats Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat Gelegenheit gegeben, bis Mitte November zur Klage Stellung zu nehmen. Dies erfolgt normalerweise dann, wenn das Gericht sich mit einer Klage vertieft auseinandersetzen will. Für Menschenrechtsklagen auf einen besseren Umweltschutz ist das eine Premiere und ein großer Erfolg. Das Gericht hat solchen Klagen in der Vergangenheit kaum Erfolgsaussichten eingeräumt und sie nach knapper Prüfung nicht zur Entscheidung angenommen.

Neue Betrugsmaschen nach „Fake President“

Der falsche Chef bekommt Konkurrenz. Neben der „Fake President“-Betrugsmasche sind in den letzten Jahren vor allem auch der Besteller- („Fake Identity“) und Zahlungsbetrug („Payment Diversion“) auf dem Vormarsch. Diese drei Täuschungsdelikte haben nach Analysen des weltweit führenden Kreditversicherers Euler Hermes bei vorwiegend deutschen Unternehmen sowie deren ausländischen Tochtergesellschaften seit 2014 zu Schäden von insgesamt über 190 Millionen Euro geführt. Einen starken Anstieg bei den Fallzahlen gab es 2018 mit +35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vor allem beim Bestellerbetrug sowie mit +24 Prozent beim Zahlungsbetrug.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 21. August 2019.

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