Festnahme nach Schockanrufen
Foto: Bundespolizei
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Festnahme nach Schockanrufen

Die letzten Tage und Wochen waren erneut geprägt von einer Vielzahl an betrügerischen Anrufen im südlichen Oberbayern. Die Polizei nahm am Dienstag, 10. Januar 2023, in Freilassing einen Geldabholer auf frischer Tat fest. Der dringend tatverdächtige 26-Jährige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

In den vergangenen Tagen kam es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wieder einmal zu einer Vielzahl betrügerischer Anrufe. Im Zuge dieser Anrufwellen kann die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auch eine Festnahme eines sogenannten Geldabholers vermelden.

„Hallo, hier ist die Polizei. Ihre Tochter sitzt neben mir. Sie hat einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kind gestorben ist. Sie muss dafür nun ins Gefängnis, es sei denn sie kann sofort 50.000 Euro Kaution bezahlen.“ So oder so ähnlich lauteten auch gestern die Geschichten der Schockanrufer, die durch lautes Weinen oder Schluchzen der vermeintlichen Verwandten im Hintergrund dramatisiert wurden. Pech für die perfiden Betrüger war in einem Fall im Raum Freilassing jedoch, dass das angerufene „Opfer“ ein pensionierter, „echter“ Polizeibeamter war. Dem ehemaligen Kriminalbeamten war die Masche selbstverständlich bekannt und er ging vorgeblich auf die Forderungen der skrupellosen Betrüger ein. Gleichzeitig verständigte er die Kollegen der Polizeiinspektion Freilassing, die den 26-jährigen Geldabholer vor Ort vorläufig festnehmen und wenig später den zuständigen Kollegen der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd übergeben konnten.

Die sachleitende Staatsanwaltschaft Traunstein stellte Haftantrag gegen den 26-jährigen Polen wegen des Verdachts eines Verbrechens des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Im Laufe des Mittwochs, den 11. Januar 2023, wurden der dringend Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl. Der 26-Jährige wurden anschließend in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Die Polizei wird nicht müde, immer und immer wieder vor diesen perfiden Betrugsmaschen zu warnen und rät eindringlich:

• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, z. B. zu einem Einbruch in der Nähe oder einer dringend zu zahlenden Kaution!

• Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

• Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über ihr Hab und Gut, Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände! Legen Sie einfach auf!

• Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren!

• Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück!

• Drücken Sie KEINE Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen Sie dann den Notruf 110!

• Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion!

• Insbesondere die jüngere Generation wird ausdrücklich gebeten: Sprechen Sie offen über die perfiden Maschen der Telefonbetrüger und sensibilisieren Sie so Ihre nahestehenden Verwandten und Bekannten, die Opfer solcher hinterhältigen Anrufe werden könnten.

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