Gespinstmotte statt Eichenprozessionsspinner – „Kein Handlungsbedarf“
Besonders auffällig treten Gespinstmotten an der Trauben-Kirsche, dem Pfaffenhütchen und dem Gewöhnlichen Schneeball in Erscheinung. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 50 unterschiedliche Gespinstmottenarten.Im Extremfall können die Raupen ganze Bäume kahlfressen. Bei starkem Befall werden neben den Feinastbereichen auch die Starkastbereiche und die Stämme der Bäume eingesponnen. Dennoch ist der Befall weitgehend harmlos: Da Gespinstmotten nur eine Generation pro Jahr bilden und sich die Raupen im Laufe des Junis verpuppen beschränkt sich der Befall auf die Frühjahrsmonate. Das betroffene Gehölz treibt wieder durch und erholt sich rasch. Die Raupen/Falter sind weder für den Menschen gefährlich noch für die befallenen Gehölze lebensbedrohlich. Somit besteht kein Handlungsbedarf.
Die Experten der Gartenfachberatung raten dennoch wachsam zu bleiben, um einen möglichen Befall durch den Eichenprozessionsspinner rechtzeitig zu erkennen. Häufig werden Eichen befallen, welche frei und exponiert oder in kleinen Gruppen stehen. Waldbäume sind durch das kühlere Bestandsklima weniger attraktiv für die Falter. Die Raupen des Eichenprozessionsspinner bilden ihre Gespinstnester meist unterhalb von Ansatzstellen starker Seitenäste.
Die Brennhaare der Raupen können Juckreiz, Ausschlag, Reizungen der Augen und Atemwege, sowie grippeähnliche Symptome auslösen. Bei stärkerem Kontakt sind sogar allergische Schocks möglich.
Die größte Konzentration an Brennhaaren findet sich in den Gespinstnestern. Die Brennhaare bleiben über Jahre aktiv. Somit geht auch eine Gefahr von verlassenen und herabgefallenen Nestern aus. Daher wird dringend davon abgeraten, die Gespinste selbst zu entfernen.
Mehr Information online unter lwf.bayern.de








