Interview mit Ulf Müller
Foto: Jörg Tochtenhagen
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Interview mit Ulf Müller

Mit „By Train Through Countries“ veröffentlicht Projekt Ich aus Rosenheim nach zahlreichen Singles und EPs, die bis ins Jahr 2011 zurück gehen, nun endlich das lang erwartete Debütalbum.

Wer ist Ulf Müller bzw. wer sind Sie ? Leben Sie hauptberuflich von Ihrer Musik ?

Ich bin 47 Jahre, lebe und arbeite in Rosenheim Pang und habe zwei erwachsene Töchter. Von meiner eigenen Musik, die ich vordergründig mit Projekt Ich mache kann ich natürlich nicht leben. Allerdings arbeite ich seit dem Jahr 2010 für das Medienunternehmen BOB-MEDIA, welches die Indie-Labels Echozone, Fastball-Music, Sonic Revolution und areDB beherbergt.

Über Echozone, das Label für welches ich vordergründig arbeite, wurde auch am 6. September 2019 das Debütalbum “By Train Through Countries” von meinem Projekt “Projekt Ich” veröffentlicht welches auch über Vertriebskanäle den Weg in einige Plattenläden geschafft hat, z.B. Müller Markt in Rosenheim. Ganz klassisch Amazon, JPC, WOM oder auch in dem international renommierten und gut sortierten POPoNAUT Shop, der für Musik aus den Bereichen Synthpop, EBM, Dark Electro, Industrial, Dark Wave und weitere alternative Spielarten steht und bei den Konsumenten dieser Soundwelten weltweit bekannt ist.

Im Prinzip lautet die Antwort auf Ihre Frage: Ja, ich kann von Musik leben aber nicht von der eigenen.

Welchen musikalischen Background haben Sie – sind Sie studierter Musiker oder Quereinsteiger ?

Musik begleitet mich, wie eigentlich nahezu jeden anderen Menschen auch, schon mein ganzes Leben lang. Ich war jahrelang reiner Konsument. In früher Jugend war es der Metal, dann kam der Punk, ab den frühen 90ern dann Gothic, Dark Wave, Indie und dann explodierte meine Zeitmaschine und ich stieg in den 80ern aus und tanzte willenlos zur Musik von Alphaville, Depeche Mode und vielen anderen. Ich spürte, das will ich im JETZT auch und los ging es dann im Spätsommer/Herbst 2017 mit der Produktion des ersten Songs “Where Are The Angels feat. Mick L. Angelo (5TimesZero)”.

Das Wort “Quereinsteiger” mag ich nicht! Man muss nicht Musik studiert haben um Musik zu fühlen oder gar Musik zu entwickeln. Musik ist Emotion, Leidenschaft, eine nicht endende Reise auf der Suche nach dem 13. Ton und vieles mehr.

Wie kann man sich die internationale Produktion vorstellen ?  Läuft das über das Versenden von Musikdateien via E-Mail oder kommen die beteiligten Musiker mal in ein Studio ?

Durch meine Arbeit mit nationalen und internationalen Bands und Künstlern bei BOB-MEDIA, sowie meiner Sendereihe NOSW Podcast auf Radio MIC konnte ich über die Jahre ein großes Netzwerk mit kreativen Menschen aufbauen, welches auch eine Vielzahl von unfassbar guten und interessanten Sänger/innen in sich beheimatet.

Die insgesamt 14 Sänger/innen haben bis auf drei, ihre Stimmenaufnahmen direkt in Ihren eigenen Home Studios aufgenommen. Catrine Christensen von SoftWave aus Dänemark, Michael Draw von Otto Dix aus Russland und Wolfgang Kemmerling von den PLEXIPHONES aus Mönchengladbach waren die drei Ausnahmen. Sie alle gingen in professionelle Tonstudios um Ihre Gesangsparts aufzunehmen.

Wir leben im Internetzeitalter, und somit wurde das was für mich noch in den 80ern unmöglich beziehungsweise unbezahlbar war, nun möglich und finanzierbar.
Doch ohne ständige Kommunikation mit allen Involvierten ist ein Projekt in dieser Größenordnung nicht zu stemmen.

Es ist und war mir ein großes Vergnügen, eine Ehre mit all diesen Menschen aus aller Welt zusammenzuarbeiten. Insgesamt waren fünfzehn Sänger/innen einschließlich meiner Selbst (Das Meer) aus England, Dänemark, Russland, Tschechien, Irland und Deutschland beteiligt. Wenn man dann noch die insgesamt sechszehn Singleauskoppelungen, die im Vorfeld der Albumveröffentlichungen stattfanden hinzunimmt, wird das Ganze mit weit über vierzig Remixern aus aller Welt, unter anderem aus China oder Indonesien immer globaler.

Musik verbindet und kann Grenzen in Frieden dämmen oder gar aufheben.

“By Train Through Countries” ist das Produkt von ALLEN Beteiligten und wäre ohne jeden Einzelnen nicht das was es jetzt ist. Ich bin glücklich und stolz auf das Erschaffene. Wenn es jetzt auch noch Menschen gibt, aus der Region, im ganzen Land, Europa oder auf der ganzen Welt denen das Album gefällt haben wir alles richtig gemacht.

 

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