Jugendblog: Was mich bewegt!
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Prospekt-Box Blickpunkt

Jugendblog: Was mich bewegt!

++ Erwachsenwerden ++ Teeniestars ++ Dramakings ++ Leserverrat ++ Unzufriedenheit++ Bad Day ++ Allheilmittel ++

Die Zeit im Dazwischen

Manchmal glaube ich, Jugendlich zu sein, ist das Blödeste, was einem passieren kann. Es ist dieses dämliche Mitten drin, dieses nichts Halbes und nichts Ganzes. Für die Hälfte der Dinge die man mag ist man zu alt, für die andere Hälfte zu jung. Man wird von allen behandelt wie ein Kind, aber gleichzeitig wird erwartet, dass man sich wie ein erwachsener benimmt. Es ist die Hölle. Man fühlt sich ständig fehl am Platz. Und missverstanden.

Was für ein Glück dass ich bald 18 werde, somit erwachsen bin und dann alles machen kann was ich will…muhahaha! Naja, jedenfalls bis meine Eltern mit: „solange du deine Füße unter meinem Tisch hast…!“ kommen. Bla bla bla. Aus der Sicht der Eltern, wird man glaube ich niemals richtig erwachsen. Sie werden immer das kleine Kind in einem sehen, das man schon lange nicht mehr ist.

Mit 30 noch 16?

Ist euch schon mal aufgefallen, dass Jugendliche die Gruppe sind, die am schlechtesten repräsentiert wird? Denkt mal an all die Filme und Serien. Kinder werden von Kindern gespielt, Senioren von Senioren, Erwachsene von Erwachsenen. Nur Jugendliche werden von Schauspielern verkörpert, die teilweise doppelt so alt sind wie ihr Charakter.

Ich frage mich echt warum das so ist. Ich glaube wirklich, dass viele Produzenten sehr darauf achten bekannte Stars in ihre Filme zu bekommen und das ein 16-Jähriger keine so große Karriere hat wie ein 26-Jähriger ist ja klar, aber das ist keine Entschuldigung, dass man in einer Serie in der es um Jugendliche geht, keinen einzigen Schauspieler unter 20 mit an Bord hat. Was soll denn das? Es gibt so viele Jungdarsteller die mit so etwas ihren Durchbruch haben könnten und trotzdem werden immer ältere Schauspieler gewählt! Warum? Ich verstehe es nicht.

Mann oder Maus? …männliche Maus…?

Ich kann nicht sagen, dass das für jedes männliche Wesen stimmt, aber für so manche trifft es doch über alle Maßen zu. Da hat man dann eine große Klappe, meint man kann alles und ist der Allerbeste, aber wehe man stößt sich den Ellbogen irgendwo an… dann ist aber die Hölle los. Perfekte Vorzeige-Fußballer halt.

Ohoho… jetzt hab ich aber ein paar sehr böse Blicke kassiert. Aber es ist so. Diese Drama-Kings sind der einzige Grund, warum ich mir Fußball ab und zu antue. Es ist sehr unterhaltsam, auch wenn ich manchmal nicht weiß ob ich es lustig oder traurig finden soll, wenn sich erwachsene Männer wegen absoluten Nichtigkeiten, wie ein sterbender Schwan zu Boden werfen und so tun, als hätte man sie erschossen. Mir wäre das ja irgendwie peinlich.

The downside of being a bookworm

Das ist etwas, dass vermutlich nur Leute interessiert, die Bücher genau so gern haben wie ich, was wohl nicht sehr viele sind, aber ich schreibe das hier trotzdem weil ich mich gerade so darüber ärgere, dass ich platzen könnte. Man kennt es ja, dass die Bücher größtenteils aus dem englischen übersetzt werden und mal davon abgesehen, dass das immer ewig dauert und die oft so wunderschönen Originalcover im deutschten häufig verschandelt werden, kommt es ab und an vor, dass der erste Band einer Reihe übersetzt wird, den ich ziemlich gut finde, oder der zumindest  Potential aufweist.

Dass man, kurz nach dem der erste Teil erschienen ist, noch nicht viel über die Erscheinungen vom Sequel weiß, ist ja klar, aber da wartet man Monate und im englischen wird schon der gefühlt 50. Band geschrieben und dann findet man raus, dass die Reihe nicht weiter übersetzt wird. Juhu. Toll. Applaus. Gaz ehrlich, ich hasse das! Ich meine, es ist nicht so, dass ich es nicht mag, auf englisch zu lesen, im Gegenteil, aber ich finde einfach wenn ein Verlag sich dazu entscheidet ein Buch zu übersetzten, von dem klar ist, dass es eine Reihe ist, dann soll er gefälligst auch den Rest übersetzten.

Was soll das? So was regt mich einfach auf. Auch wenn das Buch vielleicht nicht total gehypt wurde, kann man doch nicht einfach aufhören die Reihe zu übersetzten. Nicht cool. Echt nicht cool!

Nie zufrieden?

Irgendwie ist man doch nie so richtig zufrieden mit sich selbst. Auch wenn man es vielleicht nicht zugibt, ist man innerlich immer am rummeckern. Zumindest an manchen Tagen ist das so. Da finde ich dann, das ich mit meinen Haaren aussehe, wie ein Schaf das zu tief in die Steckdose geschaut hat, ich ärgere mich darüber, dass ich im Sommer nie so braun werde wie mein Bruder oder wünsche mir, ich hätte die blauen Augen meines Papas geerbt. Irgendwas fällt mir immer ein.

Ich weiß dass das nicht nur mir so geht und ich frage mich woher das menschliche Bedürfnis kommt 24/7 nach mehr zu streben, nach etwas besserem. Das sieht man ja auch an den ganzen Promis die sich unters Messer legen, um danach „schöner“ zu sein, wobei ich finde, dass es oftmals das Gegenteil bewirkt. Das ist aber nicht nur mit dem Aussehen so, sondern mit allem.

Was glaubt ihr warum fast jedes halbe Jahr ein neues iPhone S irgendwas auf den Markt kommt (und warum es Leute gibt, die vor den Läden campen, nur um als aller erste das neue Teil in die Finger zu kriegen?!) oder warum es jedes Jahr eine Neuauflage von FIFA- Spielen gibt. (Das kann ich noch viel weniger nachvollziehen. Alles was sich da ändert ist die Zahl auf dem Cover! *Einwurf meines Bruders: Aber die Grafik! Und was ist mit den neuen Spielern?* Ja! Natürlich, das ist jedes Jahr wieder 60 Euro wert. Klar.)

Aber es wäre eine Lüge, wenn ich sagen würde, dass ich davon nicht betroffen bin. Doch wer ist in der heutigen Zeit schon modern? Da kauft man sich ein Teil, von dem man denkt, es wäre echt der Spitzenreiter auf dem Markt und drei Tage später wird schon ein neues Modell angekündigt. Eigentlich Schade. Für viele bedeutet das, dass sie nie wirklich zufrieden mit irgendwas sind, weil sie wissen, dass es etwas Besseres gibt. Und das ist ziemlich traurig.

Bad day

Damit die schönen Momente aus meinem letzten Blog wieder ausgeglichen werden, muss es auch mal richtig schlechte Tage geben. Leider.

Wirklich, ich könnte hervorragend ohne diese Tage leben, an denen ich nach einem anstrengenden Schultag zum Zug renne, richtig spät dran bin und sich bei meinem Anblick sämtliche Ampeln schämen, so rot werden sie, sobald sie mich sehen. Das führt dazu, dass ich die letzten Meter bis zum Bahnhof  in einem solchen Tempo hinlege das ich fast das Gefühl habe an Atemnot zu krepieren. (Treppenlaufen ist echt nicht meine Stärke…) Dann komme ich total außer Atem zum Gleis, sprinte zum Zug und dann wird der blöde Knopf an der Tür rot und der Zug rollt mir vor der Nase weg.

Und dann darf ich eine geschlagene Stunde auf den nächsten Zug warten, der (natürlich) 20 Minuten Verspätung hat. Toll…ganz, ganz toll! Es gibt doch wirklich nichts Schöneres an einem verregneten Freitag, an dem man von der Schule eh schon schlecht gelaunt ist und noch dazu aussieht wie der Packesel der Nation. Und als wäre das nicht genug, ist auch noch das Datenvolumen aufgebraucht. Da bleibt mir dann nichts anderes übrig, als mich schmollend zum McDonalds zu setzten und die vor Fett triefenden Pommes in mich rein zu stopfen als gäbe es kein Morgen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, mich gesünder zu ernähren.

Grrr… An solchen Tagen könnte ich echt im Viereck springen und wünsche all meinen Mitmenschen, dass sie einen genauso bescheuerten Tag haben wie ich.
Aber vielleicht sind solche Tage einfach dazu da, um uns daran zu erinnern, dass die Guten keine Selbstverständlichkeit sind. Damit wir sie zu würdigen wissen und immer versuchen positiv zu denken: „Hey, es könnte noch viel schlimmer sein!“

Irgendwie denkt man immer erst nachträglich darüber nach, dass gestern eigentlich ein ganz schöner Tag war. Just-in-Time funktioniert vielleicht in der Wirtschaft, aber es scheint, als würde das menschliche Gehirn nicht viel davon halten sich zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, die richtigen Gedanken in Erinnerung zu rufen, um den Moment zu genießen.

Musik an. Welt aus.

Ich glaube jeder Mensch braucht irgendetwas, wo er einfach abschalten kann. Bei manchen ist es Musik, bei anderen Sport oder etwas komplett anderes.
Ich liebe es einfach, wenn ich mich komplett fallen lassen kann. Wenn ich mich, wenigstens im Moment, auf nichts anderes konzentrieren muss, als mich völlig der Musik zu verlieren. Nicht an Morgen denken. Nicht an die nächste Prüfung, nicht ans Abitur.

Wenn ich mich von den Worten einhüllen lassen kann, wie in eine Seifenblase und all den Stress einfach vergessen kann. Solche Momente sind für mich so wertvoll und kostbar, dass ich es eigentlich gar nicht richtig in Worte fassen kann. Mein Schaaaatz! Ja, ich glaube in Mittelerde könnte ich auch ganz gut abschalten… wenn ich nicht gerade von einem Ork aufgespießt werden würde. Aber vor allem Musik ist doch irgendwie ein Allheilmittel.

Musik hilft, wenn man wütend ist und die ganze Welt hasst, oder wenn man traurig ist und das Gefühl hat nirgendwo hin zu gehören. Was ich damit sagen will ist, dass Musik einem immer das geben kann, was man gerade braucht. Halt, Hoffnung, ein Ventil zum Dampf ablassen, Verständnis, Trost. Und natürlich gibt es Musik die einem Ohrenschmerzen, Brechreiz oder das „mit-den-Fingernägeln-über-die-Tafel-Gefühl“ bereitet. Oder alles auf einmal.

Annalena Knechtel (17 Jahre), FOS-Schülerin und derzeit Praktikantin im blick.

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