Landkreis Rosenheim:  COVID19-Lagebericht
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Landkreis Rosenheim: COVID19-Lagebericht

+++ Update +++  Ungebremster, exponentieller Anstieg der Fallzahlen – auch Oberbürgermeister März positiv  +++ Update +++

Dem Gesundheitsamt wurden aktuell 873 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 5507 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 4284, Stadt: 1223). Mittlerweile wurde bei mindestens 3322 Personen eine Genesung dokumentiert.

230 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 207, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 150 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 50 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich vier Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 06.11.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 281,66, für den Landkreis Rosenheim bei 265,56.

Infektionsübertragungen ereignen sich überwiegend im privaten Umfeld und in Schulen. Zunehmend ereignen sich aber auch Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen sowie Asylbewerberunterkünften. Es kommt aber auch vereinzelt zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern.

„Der anhaltend exponentielle Anstieg der Fallzahlen in Stadt und Landkreis ist besorgniserregend und dramatisch. Die Lage spitzt sich weiter zu, insbesondere die Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereiten uns Sorgen“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Es steht zu befürchten, dass durch die Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen. Das Gesundheitsamt stemmt sich mit aller Macht gegen diese zweite Welle und versucht, durch deutliche Aufstockung des Personals eine weitere unkontrollierte Ausbreitung für die Region zu verhindern. Wir hoffen, dass durch die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen neuen Beschränkungsmaßnahmen das Infektionsgeschehen abgebremst werden kann. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten!

Auch Oberbürgermeister März positiv

Seit Mittwoch, 4.11.2020 hat sich Oberbürgermeister Andreas März coronabedingt in Quarantäne begeben. Eine am gleichen Tag durchgeführte Testung erbrachte ein positives Ergebnis. Im Benehmen mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt wurde die häusliche Quarantäne bis einschließlich Samstag, 14. November 2020 verhängt. „Zum Glück habe ich nur leichte Erkältungssymptome. Es besteht nach Einschätzung des Gesundheitsamtes kein Grund zur Besorgnis. Ich fühle mich relativ fit und kann die Amtsgeschäfte von zuhause aus weiterführen. Zudem werde ich von meiner Frau und meinen Töchtern ‚mit Abstand‘ intensiv betreut“, so Oberbürgermeister März in einer ersten Stellungnahme.

Sämtliche offiziellen Termine des Oberbürgermeisters werden in seiner Vertretung durch Rosenheims 2. Bürgermeister Daniel Artmann wahrgenommen.

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+++ Update +++  Landkreis über Schwellenwert – Sprunghafter anstieg in der Stadt Rosenheim  +++ Update +++

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit dem 14.10.2020 auch im Landkreis Rosenheim die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen mit nun 85,7 über dem Schwellenwert von 50 liegt.

Erstmals hat am 22.10. die Stadt Rosenheim den neuen Schwellenwert von 100 mit 114,9 deutlich überschritten. Seit dem 21.10. ist es dabei in Stadt und Landkreis zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen gekommen.

Infektionsübertragungen ereignen sich überwiegend im privaten Umfeld. Es kommt aber auch vereinzelt zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern. In einem Fall wurde eine Party in einem unbelüfteten Kellerraum mit über 30 Personen gefeiert. Dem Gesundheitsamt gegenüber wurde durch den Verursacher des Ausbruchs die Feier nicht genannt, so dass wertvolle Zeit zur Eindämmung des Geschehens verloren wurde. Der Fall wurde mittlerweile der Kriminalpolizei übergeben.

Zunehmend fällt es schwerer, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Trotz des Anstiegs der Fallzahlen versucht das Gesundheitsamt Rosenheim, die Fälle weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion zu informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anzuordnen. Es wird jedoch immer schwieriger, daran anschließend die engen Kontaktpersonen zeitnah zu kontaktieren und ebenfalls eine häusliche Quarantäne anzuordnen. Das Personal des Gesundheitsamtes wird derzeit weiter aufgestockt, um die Infektionsschutzmaßnahmen leisten zu können.

Aus Sicht des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind die Schulen keine Treiber der Pandemie. Trotzdem kommt es in Schulen zunehmend zum Auftreten von Infektionen mit Folgefällen: Im Zeitraum vom 1. bis zum 22. Oktober wurden in 15 Schulen im Landkreis und 10 Schulen in der Stadt insgesamt 78 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Von den 25 Schulen waren acht Grundschulen mit 14 Fällen betroffen. Insgesamt mussten über 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden.

Auf die steigenden Infektionszahlen reagierten Stadt und Landkreis Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim erneut mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügungen vom 20.10. die Allgemeinbevölkerung betreffen. Die Bayerische Staatsregierung hat mit Änderungsverordnung zur 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 16.10. unter anderem eine Erweiterung der Maskenpflicht an Schulen angeordnet: Nunmehr besteht die Pflicht, dass bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Schüler aller Jahrgangsstufen, auch in Grundschulen, eine Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht tragen.

„Der plötzliche starke Anstieg der Fallzahlen in Stadt und Landkreis ist besorgniserregend und dramatisch. Die Lage spitzt sich zu, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle und sehen eine rasante Ausbreitung des Infektionsgeschehens“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Das Gesundheitsamt stemmt sich mit aller Macht gegen diese 2. Welle und versucht, durch weitere deutliche Aufstockung des Personals eine unkontrollierte Ausbreitung und damit zwangsläufig einen Lockdown für die Region zu verhindern. Ziel muss sein, Erkrankungen von Senioren und das Eindringen von Infektionen in Pflegeheime mit der Folge schwerster Erkrankungen und weiterer Todesfälle zu verhindern. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten! Grundsätzlich lassen sich auch jetzt noch Infektionsübertragungen im privaten Umfeld durch einfache Mittel verhindern: Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub verantwortungsvoll an die AHA+L-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Fallzahlenentwicklung
Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 15.10.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 297 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem 21.10. ist es dabei in Stadt und Landkreis zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen gekommen.

Bisher sind insgesamt 3.955 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 3067, Stadt: 888). Seit Juni liegt im Gegensatz zum Beginn der Pandemie der Schwerpunkt der Altersstruktur der positiv Gemeldeten bei Jugendlichen und Erwachsenen bis 60 Jahren. Personen ab 80 Jahren sind bislang noch kaum betroffen. Mittlerweile wurde bei mindestens 3163 Personen eine Genesung dokumentiert.

Seit dem letzten Wochenbericht sind drei weitere Personen im Landkreis mit über 80 Jahren mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Der letzte Todesfall war am 06.07. gemeldet worden. Insgesamt sind nunmehr 225 Personen an und mit COVID-19 gestorben (Landkreis: 202, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 148 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 14 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich ein Patient auf einer Intensivstation.

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+++ Update +++ 288 neue Erkrankungsfälle im September +++ Update +++

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die nicht aus einem Risikogebiet eingereist sind. Der Anteil der Reiserückkehrer an den Neuinfektionen nimmt stetig ab. Im September 2020 wurden 288 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 128 Personen (= 45 Prozent) Reiserückkehrer im Gegensatz zu 70-90% im August. In den letzten sieben Tagen wurden nur noch 15 Reiserückkehrer positiv getestet.

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim erläutert: Zwar sinkt der Anteil der Reiserückkehrer, so dass im Moment sowohl Signalwert als auch Schwellenwert unterschritten werden konnten. Mit dem Wiederbeginn der Schule wurden jedoch bereits mehrere Erkrankungsfälle in Schulen festgestellt, die Maßnahmen gegenüber mehreren Schulklassen und Lehrkräften erforderten. Insgesamt sind die Fälle seit letzter Woche wieder gestiegen. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Lesen Sie hier:
Risikogebiet Tirol: Das sind die geltenden Bestimmungen

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Vom 1. bis zum 17. September wurden für die Stadt Rosenheim 156 neue Erkrankungsfälle [1] registriert, davon waren 118 Personen (= 76 Prozent) Reiserückkehrer. Dies führte dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim in der Zeit vom 6. bis zum 11. September über dem Schwellenwert von 50 lag.

Seit 12. September wird der Schwellenwert unterschritten, seit 16. September wird sogar der Signalwert von 35 unterschritten. Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 31,6. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet.

Darüber hinaus wurde in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wird, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen. Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst.“

Darüber hinaus wurden zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und die Kindertagesbetreuung der Stadt Rosenheim durch das Gesundheitsamt angeordnet. Bis einschließlich 18. September galt für alle Schulen einschließlich der Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren eine allgemeine Pflicht zum Tragen für Mund-Nasen-Bedeckung für alle auf dem Schulgelände befindlichen Personen – auch im Unterricht. Vorbehaltlich der Zustimmung der vorgesetzten Behörden gilt ab dem 21. September die Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans des Bayerischen Kultusministeriums: die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen der Stadt Rosenheim ab Jahrgangsstufe 5 sind zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

Aufgrund der günstigen Entwicklung der Infektionsaktivität in der Stadt Rosenheim entfällt nun die Maskenpflicht im Unterricht für die Grundschulen. Für die Kindertagesbetreuung gilt ebenfalls folgende Regelung: Es können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

[1] Im Folgenden werden mit dem Begriff Erkrankungsfall sowohl Erkrankte mit klinischen Symptomen als auch Infizierte ohne Symptomatik bezeichnet.

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+++ Update +++  Stadt Rosenheim 71 neue Erkrankungsfälle +++ Update +++

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind.

Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 27. August wurden für die Stadt Rosenheim 71 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 58 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 26 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 52,1 angestiegen ist.

Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus wurde sowohl in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wird, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Lesen Sie hier: Corona-Testzentrum auf Loretowiese in Betrieb

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Die Stadt Rosenheim hat in Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt mit sofortiger Wirkung Kontakt-Beschränkungen erlassen, um die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu unterbinden. Der Grenzwert für die 7 Tage-Inzidenz war in der Stadt Rosenheim am vergangenen Wochenende (22./23.08.) mit 53,7 überschritten. Die Maßnahmen sehen im Einzelnen vor:

  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden zu einem zweiten Test nach fünf bis sieben Tagen verpflichtet. Er ist Voraussetzung für die Aufhebung der häuslichen Quarantäne. Diese Anordnung gilt für Stadt und Landkreis Rosenheim.
  • Der Aufenthalt von Gruppen im öffentlichen Raum wird ab sofort auf Angehörige eines Hausstands, andernfalls auf maximal fünf Personen beschränkt. Diese Anordnung erfolgt für das Gebiet der Stadt Rosenheim verpflichtend, für das Gebiet des Landkreises gilt eine entsprechende Empfehlung.
  • Die Teilnehmerzahl bei nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wird auf 50 Personen begrenzt. Unter freiem Himmel sind maximal 100 Personen zugelassen. Diese Regelung ist wiederum für das Rosenheimer Stadtgebiet verpflichtend, für das Gebiet des Landkreises gilt eine entsprechende Empfehlung.
  • Allen Reiserückkehrern aus dem Ausland, vor allem aus südosteuropäischen Ländern wird zudem dringend empfohlen, das kostenlose Testangebot, z.B. an der Teststation Hochfelln an der A8 und an der Rastanlage Heuberg an der A93 in Anspruch zu nehmen.

Die Maßnahmen werden mindestens solange aufrechterhalten bis der Schwellenwert 7 Tage in Folge nachhaltig unterschritten wird.

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März sieht angesichts der neuerlich erhöhten Infektionszahlen die positiv Getesteten in einer besonderen Verantwortung: „Bitte halten Sie sich dringend an die geltenden Quarantäneregeln, auch wenn nicht wenige Infizierte, gerade jüngere Menschen, symptomfrei sind. Es geht um die Verantwortung für Ihre Mitmenschen.“ Der Oberbürgermeister bittet speziell auch die städtische Gastronomie, auf die Einhaltung der geltenden Hygieneschutzkonzepte zu achten. Deren Einhaltung werde angesichts der steigenden Infektionszahlen ab sofort intensiver überwacht, so der städtische Ordnungsdezernent Herbert Hoch: „Die verschärfte Überwachung ist auch deshalb erforderlich, um das bisherige Entgegenkommen gegenüber den Gastronomen in der Stadt weiter aufrecht erhalten zu können.“

Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl, appelliert mit Nachdruck an die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis, die geltenden AHA-Abstands- und Hygieneschutzmaßnahmen zuhause und auch bei Urlaubsreisen einzuhalten. „Sollte die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder sinken wird an einer noch weitergehenden Verschärfung der Beschränkungen kein Weg vorbeiführen. Das gilt sowohl für die Regelungen für Reiserückkehrer als auch für Beschränkungen im privaten Bereich“, weist Dr. Hierl auch auf weitere mögliche Maßnahmen hin.

+++ Update 20. August 2020 +++ Merh COVID-19 -Fälle bei Reiserückkehrer +++

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind.

Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 19. August wurden für die Stadt Rosenheim 34 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 28 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 33,2 angestiegen ist.

Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Lesen Sie hier:
Rosenheim beim Infektionsgeschehen im bundesweiten Vergleich besonders betroffen – OB März ruft zu erhöhter Vorsicht auf

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Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 23.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet.

Die tägliche Zahl der Neuerkrankten schwankte dabei zwischen null und sieben Fällen. Zu einem großen Teil handelte es sich dabei um familiäre Häufungen. Bisher sind insgesamt 2865 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2326, Stadt: 538).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2614 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Aktuell werden in Stadt und Landkreis Rosenheim drei COVID-19-Patienten stationär behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 31.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 11,05, für den Landkreis Rosenheim bei 4,98.

„Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen bewegt sich in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch im einstelligen Bereich. Allerdings hat die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen zugenommen. Insbesondere familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen. Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es jedoch noch zu früh. Teilweise ist in der Bevölkerung zu beobachten, dass Abstandsregeln nicht mehr konsequent eingehalten werden und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht korrekt getragen werden. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

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Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 16.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 8 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet.

Bisher sind insgesamt 2.844 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2.313, Stadt: 531). Mittlerweile wurde bei mindestens 2.607 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 24.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 1,53.

Vorübergebend wurde die Aufgabe der Nachverfolgung von Kontaktpersonen von COVID-19-Erkrankten durch die Landkreisgemeinden bzw. die Stadt Rosenheim übernommen. Aufgrund der geringen Fallzahlen hat das Gesundheitsamt zum 01.07.2020 die Kontaktpersonennachverfolgung wieder selbst übernommen.

Bei der Kontaktpersonennachverfolgung wird umfassend ermittelt, ob ein enger Kontakt mit erhöhtem Infektionsrisiko bestanden hat. Diese engen Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle werden zeitnah kontaktiert und über die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen und die Verpflichtung zu einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne belehrt. Treten bei den Kontaktpersonen Atemwegssymptome auf, so sind sie verpflichtet, diese umgehend gegenüber dem Gesundheitsamt mitzuteilen. In diesem Fall wird eine Testung durchgeführt.

Durch Allgemeinverfügungen des bayerischen Gesundheitsministeriums sowie der Stadt und des Landkreises Rosenheim ist automatisch für alle bestätigten Erkrankungsfälle und deren enge Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist nicht mehr notwendig.

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