++ Lebenserwartung ++ Avocado ++ Existenzminimum ++ Grundrente ++ Exporte ++ KI ++ E-Mobilität ++
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++ Lebenserwartung ++ Avocado ++ Existenzminimum ++ Grundrente ++ Exporte ++ KI ++ E-Mobilität ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 6. November 2019!

Lebenserwartung steigt nur langsam

Die Lebenserwartung für neugeborene Mädchen beträgt aktuell 83,3 Jahre und für neugeborene Jungen 78,5 Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Sterbetafel 2016/2018 weiter mitteilt, ist die Lebenserwartung in Deutschland gegenüber der letzten Berechnung (2015/2017) bei Mädchen und Jungen um etwa 0,1 Jahre gestiegen. Dies entspricht der durchschnittlichen jährlichen Veränderung der vergangenen zehn Jahre. Damit ist inzwischen ein Trend hin zu einem langsameren Anstieg der Lebenserwartung zu beobachten. Bis zur Sterbetafel 2006/2008 hatte die Lebenserwartung Neugeborener jahrzehntelang im jährlichen Durchschnitt noch um rund 0,2 Jahre bei den Mädchen und um etwa 0,3 Jahre bei den Jungen zugenommen.

Mehr Avocadofrüchte importiert

Im Jahr 2018 wurden rund 94 000 Tonnen Avocadofrüchte im Wert von 270 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Das entspricht rund 1,13 Kilogramm pro Kopf, gemessen an der Bevölkerung Deutschlands. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich damit die Einfuhrmenge der nährstoffreichen Früchte innerhalb der vergangenen 10 Jahre fast verfünffacht (2008: 19 000 Tonnen beziehungsweise 32 Millionen Euro). Längst hat die oft als Superfood bezeichnete Frucht Einzug in die deutschen Supermärkte gehalten. Doch bis zu den Endverbraucherinnen und -verbrauchern legt die Avocado, die ein warmes Klima zum Wachsen braucht, oft viele tausend Kilometer zurück. Die wichtigsten Herkunftsländer für den deutschen Markt sind Peru (2018: 28 000 Tonnen), Chile (2018: 16 000 Tonnen) und Spanien (2018: 12 000 Tonnen).

Existenzminimum sichern

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Diakonie Deutschland und der Paritätische Wohlfahrtsverband gemeinsam mit weiteren Partnern, Verbänden und Organisationen, die bestehenden Sanktionsregelungen im Hartz-IV-System aufzuheben und ein menschenwürdiges System der Förderung und Unterstützung einzuführen. Anlass ist die Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichts am 5. November 2019 zur Frage, ob die bestehenden Sanktionen, die bis zum vollständigen Entzug der Leistungen einschließlich der Miete reichen können, verfassungsgemäß sind. Das Gericht hatte über den Fall eines Arbeitslosen aus Erfurt zu urteilen, der mit 234,60 Euro im Monat weniger auskommen sollte, weil er ein Jobangebot abgelehnt und Probearbeit verweigert hatte. Die Unterzeichnenden sind sich einig: Es darf keine Kürzungen am Existenzminimum geben. Durch Sanktionen werde das Lebensnotwendige gekürzt und soziale Teilhabe unmöglich gemacht, erklären die Unterzeichner, zu denen auch 50 Einzelpersonen aus Verbänden, Organisationen und Parteien gehören.

Verzögerung der Grundrente „herbe Enttäuschung“

Die weitere Verzögerung der in der Großen Koalition umstrittenen Grundrente ist nach Ansicht des Sozialverbandes VdK Deutschland „eine herbe Enttäuschung“ für die Betroffenen. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Das parteipolitische Taktieren muss endlich ein Ende haben und darf nicht weiter zulasten der vielen Menschen gehen, die trotz jahrzehntelanger Arbeit im Alter in Armut leben. Es führt in erster Linie dazu, dass das Vertrauen in eine handlungsfähige Politik schwindet.“ Bei einer möglichen Einkommensprüfung sei für den VdK entscheidend, „dass unterm Strich möglichst viele von der Grundrente profitieren und kein zusätzliches bürokratisches Monster entsteht“.

Wie viel verdienen Akademiker?

Wie viel verdienen akademische Berufseinsteiger und junge Führungskräfte? Welche Berufe wählen Akademiker nach dem Studium am häufigsten und in welchem Bundesland gibt es das meiste Geld? Das Hamburger Vergleichsportal Gehalt.de hat 49.646 Gehaltsangaben von akademischen Beschäftigten analysiert und die Ergebnisse in der Studie “Akademiker im Berufsleben 2019” veröffentlicht. Das Ergebnis: Akademiker verdienen nach ihrem Abschluss in Baden-Württemberg am meisten (48.000 Euro). Im Branchenvergleich schneidet die Automobilindustrie (51.900 Euro) am besten ab. Der Wechsel in Führungspositionen erfolgt zumeist im 30. Lebensjahr. Download der Studie: cdn.gehalt.de.

Bayerns Exporte sinken

Die endgültigen Ergebnisse zur Außenhandelsstatistik 2018 liegen vor: Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, exportierte die bayerische Wirtschaft im Jahr 2018 Waren im Wert von 190,5 Milliarden Euro, dies sind 0,1 Prozent weniger als im Jahr 2017. Zeitgleich importierte sie Waren im Wert von 188,8 Milliarden Euro (+5,3 Prozent). Die Vereinigten Staaten, die Volksrepublik China und Österreich waren die wichtigsten Exportländer der bayerischen Wirtschaft, die Volksrepublik China, Österreich und die Tschechische Republik die wichtigsten Importländer. Den höchsten Exportwert und den höchsten Importwert erzielte Bayerns Wirtschaft im Jahr 2018 jeweils mit „Maschinen“.

Talfahrt beschleunigt sich

Die Stimmung in der südostoberbayerischen Wirtschaft hat sich im Vergleich zum Frühjahr dieses Jahres nochmals verschlechtert. Der Konjunkturindex der IHK für München und Oberbayern liegt in der aktuellen Herbstumfrage bei 112 Punkten. Das sind elf Zähler weniger als im Frühjahr. Er erreicht damit seinen niedrigsten Wert seit neun Jahren. Die in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Traunstein sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim beheimateten Betriebe sind mit ihrer Geschäftslage deutlich weniger zufrieden als noch im Frühjahr. Fast die Hälfte (45 Prozent) bezeichnet ihre aktuelle Geschäftslage als gut, sieben Prozent jedoch als schlecht. Der Saldo der Lageurteile fällt damit auf 38 Punkte und liegt nur noch wenig über dem langjährigen Durchschnitt von 32 Punkten. Im Frühjahr lag das Verhältnis der Lageurteile noch bei 51 zu 5. Auch in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen mit einer weiteren Eintrübung der Lage.

Unternehmen fremdeln mit KI

Europaweit glauben 30 Prozent der Finanz-Entscheider, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Fehlerquote im Forderungsmanagement revolutionär minimieren wird. Nur 12 Prozent der deutschen Kollegen teilen diese Meinung. Klares Schlusslicht in Europa. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2019 des Finanzdienstleisters EOS in 17 europäischen Ländern. Mehr als ein Drittel der befragten Manager in Deutschland hält das Thema KI für vollkommen überschätzt. Entsprechend sehen der Arbeit mit KI nur 6 Prozent mit Freude entgegen. In allen anderen Ländern gehen die Entscheider die Zukunftstechnologie deutlich optimistischer an: 18 Prozent können es nicht abwarten mit KI zu arbeiten. Das Transformationspotenzial von KI schätzen die deutschen Finanzentscheider allerdings ähnlich ein wie ihre europäischen Kollegen: So sehen 41 Prozent durch KI Jobs in ihrem Bereich bedroht (Europa: 47 Prozent).

E-Mobilität nicht zu Lasten des Handels

Die beim Autogipfel beschlossenen höheren Prämien für E-Fahrzeuge, die verlängerte Dauer der Förderung und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sieht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) positiv. Für Kunden und Autohandel sei dadurch eine bessere Planbarkeit auf dem Weg zur weiteren Verbreitung der E-Mobilität gegeben, so ein ZDK-Sprecher. Die Beschlüsse dürften laut dem ZDK jedoch nicht zu Lasten des Automobilhandels gehen. Dies betreffe etwa die von der Industrie zugesagten 15 000 zusätzlichen öffentlichen Ladepunkte. Die müssten dann auch von den Herstellern errichtet werden und nicht von den Händlern, wie dies teilweise schon der Fall sei. Ähnliches gelte auch für die erhöhten Kaufprämien, die von den Herstellern anteilig übernommen werden. Diese Anteile dürften nicht an den Handel durchgereicht werden, so der ZDK-Sprecher.

Endspurt bei Jugend forscht

Wer 2020 bei der 55. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb dabei sein will, sollte sich beeilen. Nur noch bis zum 30. November können Jungforscherinnen und Jungforscher bis 21 Jahre ihre Projekte anmelden. Jugendliche ab 15 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“, jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab Klasse 4 treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. Mehr online: jugend-forscht.de.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 30. Oktober 2019.

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