„Man sieht den Charme der 60er Jahre“
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„Man sieht den Charme der 60er Jahre“

Umbau und Generalsanierung der Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling.

Ein Teil der Staatlichen Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling soll umgebaut und generalsaniert werden. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Kreisausschuss im Juli einstimmig gefällt. Damit folgten die Mitglieder der Empfehlung des Ausschusses für Schulen und Sport, der sich die Schule bei seiner Sitzung Ende Juni vor Ort angeschaut hatte.
Geplant ist eine Erweiterung des Lehrerzimmers, der Verwaltungsräume und die Umstrukturierung mehrere Klassenzimmer. Außerdem sollen die Räumlichkeiten für die Ganztagsbetreuung erweitert und einige Klassenzimmer modernisiert werden. Auch eine Ertüchti- gung des Brandschutzes ist geplant.

„Man sieht den Charme der 60er Jahre“, sagte der stellvertretende Landrat Josef Huber. Auch Werner Gartner, von der SPD empfahl den Mitgliedern, den Grundsatzbeschluss zu fassen. „Wer bei der Besichtigung dabei war, kann das nur bestätigen. Wenn nicht einmal jeder Lehrer einen eigenen Arbeitsplatz hat, ist dringend Handlungsbedarf gegeben. Wissen ist das Kapital der Zukunft“, so Gartner.

Der Gebäudeteil wird seit der Gründung der Schule 1967 genutzt und ist nahezu unverändert geblieben. Das Lehrerzimmer soll mit einem Wanddurchbruch um rund 20 Quadratmeter auf dann 152 Quadratmeter vergrößert werden, um genug Platz für die 72 Lehrkräfte zu schaffen. In der Verwaltung sollen Räume vergrößert werden, um Möglichkeiten für Besprechungen zu haben. Durch das Verschieben mehreren nicht tragender Wände sollen verschiedene Klassenzimmer vergrößert werden. So können zwei identisch große Biologiesäle geschaffen werden. Außerdem entsteht dadurch ein zweites dringend benötigtes Klassenzimmer für den Chemieunterricht. Im Kellerbereich ist geplant, den Raum für die Ganztagsbetreuung zu vergrößern und die Wand zu einem Stuhllager zu durchbrechen. Außerdem soll über ein größeres Fenster mehr Licht in den Raum kommen. Die alten Böden und Decken in den Klassenzimmern sollen erneuert und alte Lampen durch energiesparende LED ersetzt werden. Kabel und Kabelstränge werden in den Boden verlegt und können dann über Bodentanks genutzt werden. Außerdem sollen die Waschbeckennischen, das Treppengeländer sowie die Möbel in einigen Klassenzimmern erneuert werden.

In puncto Brandschutz soll der Gebäudeteil der Realschule auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Brandmeldeanlage und die Lautsprecheranlage werden erneuert und eine Sicherheitsbeleuchtung angebracht. Auch die Brandschutztüren und Klassen- zimmertüren werden ausgetauscht.

Die geschätzten Kosten für die Baumaßnahme liegen bei rund 4,6 Millionen Euro. Etwa die Hälfte der Summe kann über Fördermittel gedeckt werden. Die Anträge dafür sollen noch in diesem Jahr gestellt und mit den Planungen begonnen werden. Die Bauarbeiten werden insgesamt etwa ein bis eineinhalb Jahre dauern und sollen im kommenden Jahr beginnen.

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