Waldkraiburg und Umgebung: Plogger suchen „helfende Hände“
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Waldkraiburg und Umgebung: Plogger suchen „helfende Hände“

„Plogging ist gut für Fitness, Zusammengehörigkeit, Umwelt und Stadtbild“, erklärt Sabine Lukeit von der Gruppe „Plogging in Waldkraiburg und Umgebung“. Plogger sammeln beim Jogging auf den von ihnen belaufenen Wegen und Pfaden herumliegenden Müll und Unrat, um ihn anschließend umweltgerecht zu entsorgen. Inspiriert von Ploggern in Mühldorf a.Inn und Ampfing hat Viktoria Jurela mitten in der Corona-Krise im Juli 2021 die Waldkraiburger Plogger Gruppe gegründet. Die derzeit acht Aktiven sind regelmäßig in der Stadt unterwegs, verbinden Angenehmes mit Nützlichem – und freuen sich über mehr „helfende Hände“.

Das Kunstwort „Plogging“ setzt sich zusammen aus dem schwedischen Verb plocka – aufheben, sammeln – und dem englischen Substantiv Jogging – trotten. Es beschreibt eine „Natursportart“, bei der während des Joggings laufend Müll und Unrat gesammelt wird, um diesen anschließend umweltgerecht zu entsorgen. Das Konzept: Bewegung an der frischen Luft und Einsatz für die Natur.

Plogging vereint auch für die 35-jährige Fitnesstrainerin Viktoria Jurela viele positive Effekte. Die von ihr gegründete Gruppe „Plogging in Waldkraiburg und Umgebung“ bemüht sich seit Juli 2021 um saubere Wege und Plätze in der Stadt. Und sie flankiert die von der Stadt organisierte Aufräumaktion „Rama Dama“: Letztes Jahr sammelten rund eintausend ehrenamtliche Helfer beim „Rama Dama light“ am 28. März insgesamt zwölf Kubikmeter Müll, darunter gebrauchte Mund-Nasen-Bedeckungen und Haushaltsgeräte.

Die 61-jährige Krankenschwester Sabine Lukeit erklärt den Ablauf beim Plogging: Mit Handschuhen und Müllsäcken laufen, stoppen, sich rückengerecht bücken, dabei Müll aufheben und wieder aufrichten – das steigere die Kondition, trainiere Rumpf- und Beinmuskulatur. Diejenigen, die langsamer liefen, könnten sich für die entschleunigte Variante entscheiden: walken oder gehen.

Lukeit wundere sich beim Plogging oft, was sie einsammelten: Die Fundstücke reichten von Folien, Papieren, Kartons und Umverpackungen über Getränkedosen, Glas- und Plastikflaschen bis hin zu Bürostühlen und Altreifen. Nach dem Plogging werde der Müll sortiert, fotografiert und umweltgerecht entsorgt. Unterstützt würden die Plogger von der Köhler + Sohn Nachfolger GmbH mit Eimern und Müllsäcken sowie von der Werbeagentur art2media mit Klappvisitenkarten. Die Stadt Waldkraiburg und der Wertstoffhof stellten Lagermöglichkeiten zur Verfügung.

Nächste Plogging-Termine
Die nächsten Plogging-Termine in Waldkraiburg sind am Sonntag, 20. Februar, 13 Uhr bis 15 Uhr im Siemenspark und im Nordpark, Treffpunkt ist der Eingang zum Siemenspark in der Tropschallee, sowie am Sonntag, 13. März, von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Stadtmitte, Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Tiefgarage in der Pragerstraße. Vorteilhaft sind feste Handschuhe oder Gartenhandschuhe. Greifer, Eimer und Müllsäcke sind vorhanden.

Mehr Information ist online abrufbar auf der Facebook-Seite plogging.waldkraiburg und auf Instagram unter plogging.waldkraiburg. Anmelden können sich Interessierte per E-Mail an plogging.waldkraiburg@gmail.com.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

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