„Wir sagen DANKE!“-Veranstaltung in Bad Aibling
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„Wir sagen DANKE!“-Veranstaltung in Bad Aibling

+++ Update +++ Update +++

Die für den 16. April geplante DANKE!-Veranstaltung ist abgesagt.

Anfang dieser Woche erreichte die Organisatoren und Initiatoren von „Wir sagen DANKE!“ ein Schreiben von Kreisbrandrat Richard Schrank. Inhalt: Die Fachdienste Feuerwehr, Rettungsdienst und THW sind sich darüber einig, dass sie an der Veranstaltung offiziell nicht teilnehmen werden.

Die freiwilligen Mitarbeiter und Bürgerinnen von „Wir sagen DANKE!“ respektieren diese Entscheidung des Kreisbrandrates und führen deshalb die Veranstaltung, die zu Ehren der Einsatzkräfte im Landkreis gedacht war, nicht durch. Schrank begründet die Absage der genannten Organe auch mit den teilweise immer noch traumatisierten Einsatzkräften der ersten Reihen, die nach dem schrecklichen Zugunglück immer noch von schlimmen Bildern, Eindrücken, Gerüchen und Geräuschen begleitet würden. Im Rahmen dieser Veranstaltung würden wieder schier überwältigende Eindrücke auf die Helfer zukommen. Diese Belastung könne sich ein im Einsatz Unbeteiligter kaum vorstellen.

Obwohl die Verantwortlichen von „Wir sagen DANKE!“ Respekt gegenüber den Argumenten und nachvollziehbaren Gründen des Kreisbrandrates haben, machen sie auch keinen Hehl daraus, über diese Entscheidung etwas enttäuscht und auch verwundert zu sein. Denn in einer E-Mail an das Organisationsteam vom 19. Februar bewertete Richard Schrank die Veranstaltung als sehr positiv und gab voller Vorfreude eine Zusage.

Daraufhin meldeten sich Hunderte von Bürgern, viele Gewerbetreibende und 46 Vereine, die gerne einen Beitrag zu der Veranstaltung am 16. April leisten wollten. Sie sahen darin eine gute Gelegenheit, den Einsatzkräften im Landkreis für ihre alltägliche ehrenamtliche Arbeit und ihren beispiellosen Einsatz beim Zugunglück in Bad Aibling „Danke!“ zu sagen.

Die Organisatoren von „Wir sagen DANKE!“ bedauern die Absage sehr. Eine Verlegung der Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt ist nicht geplant. Alle bereits eingegangenen Spenden werden zurückerstattet.

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Nennt man es einen Ehrentag? Fest? Oder einfach nur Veranstaltung? Für Christian Otto, Mitglied im Organisationskomitee von „Wir sagen Danke!", ist nur eines wichtig: dieser 16. April soll ein Tag sein, der die ehrenamtlichen Rettungskräfte der Stadt und der Region angemessen würdigt. „Wir sagen DANKE!" ist auch ein Weg für Bürger, Vereine und Verbände der Region, die Leistung der ehrenamtlichen Helfer anzuerkennen.

Obwohl sich schon spontan viele Menschen gemeldet haben, werden noch immer freiwillige Menschen gesucht, die diesen Samstag im April zu einem ganz besonderen Tag machen.

„Es soll ein festlicher Tag für die Rettungskräfte werden“, sagt Christian Otto am Montagabend beim ersten Treffen im Eventstadl des Hotel Lindner für die Menschen, die sich helfend einbringen wollen. „Ein würdiges Fest soll es sein und alles andere als eine Schaumparty.“ Und eines ist auch klar: Alle ehrenamtlichen Helfer der Region, für die „Wir sagen DANKE!“ ins Leben gerufen wurde, sollen an diesem Tag nur Gast sein. Nicht wie gewohnt mit anpacken oder gar Dienst schieben. Wenigstens an diesem Tag zurücklehnen, genießen und viel Zeit zum Reden haben.

Damit das auch so klappt, wird das von der Stadt veranstaltete Fest in der Ausstellungshalle Bad Aibling von Feuerwehren und Sanitätern aus umliegenden Landkreisen betreut, die nicht bei der Zug-Katastrophe in Bad Aibling im Einsatz waren. Viele haben spontan zugesagt, hier den Dienst zu übernehmen.

Auch aus der Geschäftswelt ist die Unterstützung groß. Vom Hotel Lindner werden 500 Essen kommen, Maxlrainer und Auer Bräu spenden die Getränke – um nur einige von vielen zu nennen. Wichtig ist den Initiatoren dieses Tages auch, dass damit nicht nur der Einsatz beim Zugunglück honoriert wird, sondern dieses Dankeschön gilt für die tägliche Bereitschaft, sofort alles stehen und liegen zu lassen, wenn eine Alarmierung erfolgt. Und das, ohne Geld dafür zu bekommen.

A propos Geld: Die Idee hinter „Wir sagen DANKE!“ ist auch die, dass sich das Fest vorwiegend über Spenden finanziert und alle Einnahmen in die Jugendarbeit der ehrenamtlichen Rettungskräfte fließt.

Größter Blumenstrauß Deutschlands geplant

Der erste Informationsabend zeigt: Sehr viele Menschen haben für das Fest bereits Hilfe zugesagt, doch noch mehr werden gebraucht. Vor allem eine Aktion beschäftigt die Organisationsmitglieder Christian Otto und Aiblings zweiter Bürgermeister Otto Steffl, die die Planungen und das Programm erläutern: An diesem Tag soll der größte Blumenstrauß Deutschlands gemacht werden. Rund 600 kleine Sträuße für die Rettungskräfte müssen dafür gebunden werden.

Das erfordert nicht nur Geschick, sondern auch jede Menge Leute. Menschen, die entweder den Floristenberuf gelernt haben oder einfach Blumen binden können. Auch Leute, die Blumen spenden, sind noch gesucht. „Hier haben wir Bedarf ohne Ende“, sagt Christian Otto.

Bürger, die florales Talent haben oder sich in anderen Bereichen noch einbringen können, sind deshalb bei „Wir sagen DANKE!“ noch jederzeit willkommen. Mitorganisatorin Irene Durukan: „Helfer können wir noch jede Menge brauchen.“  Im Vorfeld und am Festtag selber.

Wer sich bei „Wir sagen DANKE!“ einbringen will, meldet sich bei: Christian Otto, Telefon 01 60/4 64 29 27, info@bad-aibling-sagt-danke.de, www.bad-aibling-sagt-danke.de, www.facebook.com/BadAiblingWirsagenDANKE.

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