Gelungene Naturschutzaktion im Eidinger Moos
V.l.: Herr Früchtl und Günter Kleitsch, beide Bund Naturschutz, Josef Staudhammer, Stiftung Attl, Rosa Kugler, Landschaftspflegeverband, Alois Schrems Bund Naturschutz, Florian Linser und Andreas Mentz, beide Stiftung Attl und Burkhard Martl, Bund Naturschutz. Foto: Landratsamt Rosenheim
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Gelungene Naturschutzaktion im Eidinger Moos

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich zahlreiche Helfer am Eidinger Moos in der Gemeinde Babensham, um das wertvolle Moor von Abfall zu befreien. Bei der Mahd der seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegten Flächen tauchen immer wieder Abfälle auf, die zum Teil vom Wind in die ausgedehnten Schilfflächen geweht worden waren.

Ein Trupp aus Mitgliedern der Ortsgruppe Wasserburg des Bund Naturschutzes und einer Wohngruppe der Stiftung Attl trafen sich darum, um das wertvolle Moor vom Müll zu befreien. Die Aktion verlief sehr erfolgreich. Rosa Kugler vom Landschaftspflegeverband und Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde bedankten sich bei den freiwilligen Helfern ganz herzlich. Besondere Dank gilt auch dem Ehepaar Früchtl für den kostenfreien Abtransport des Abfalls und der Gemeinde Babensham für die Entsorgung des Materials und die gespendete Brotzeit.

Das Eidinger Moos gehört zu den ökologisch wertvollsten Mooren der Endmoränenlandschaft im Landkreis Rosenheim. In der Biotopkartierung Bayern wird es wegen seiner wertvollen Tier- und Pflanzenvorkommen sogar als Naturschutzgebiet vorgeschlagen.

Der verlandete See ist dicht mit Schilfröhricht und Steifseggenried bewachsen, im Norden gibt es im Zentrum sogar eine Schneidseggenried und einen offenen Hoch- und Zwischenmoorbereich, mit den dort typischen seltenen Pflanzen wie Orchideen. Die Vogelkartierung 2017 des Büros Faunakart und das 2017 von der Projektgruppe Landschaft und Artenschutz (PLA, A. Ringler) im Auftrag der Gemeinde Babensham erarbeitete Entwicklungskonzept haben unter anderem ergeben, dass das Eidinger Moos als Lebensraum für seltene Arten durch eine Wiederaufnahme der Mahd und ein Zurückdrängen des Schilfes verbessert werden. Im Herbst 2017 wurde kleinflächig mit der Pflege begonnen, bereits im nächsten Frühjahr brüteten Kiebitze in den Feuchtflächen am Rand des Moores. Im Herbst 2019 wurden unter Anleitung des Landschaftspflegeverbandes Rosenheim (LPV) größere Schilfflächen mit einer Mähraupe gemäht. In den nächsten Jahren soll die Pflege fortgesetzt werden.

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