Waldkraiburg bleibt faire Stadt
Leider konnte aufgrund der Pandemie keine größere Aktion wie in den letzten Jahren stattfinden und auch die Urkundenübergabe erfolgt im kleinen Kreis. V.l.: René Keil, Elsbeth und Joachim Grytzyk von der Steuerungsgruppe Fair Trade sowie Erster Bürgermeister Robert Pötzsch. Foto: Stadt Waldkraiburg
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Waldkraiburg bleibt faire Stadt

Als 513te Stadt in Deutschland erhielt Waldkraiburg 2017 den Titel „Fairtrade Stadt“ verliehen. Nach 2019, wurde auch letztes Jahr die Auszeichnung erneut bestätigt.

Alle zwei Jahren überprüft Fairtrade Deutschland, ob der Titel noch getragen werden darf und sich die Stadt weiterhin für den fairen Handel einsetzt. Für die erneute Verleihung des Fairtrade Siegels, überprüfte Fairtrade Deutschland die fünf Kriterien, die für den Erhalt des Titels nachgewiesen werden müssen. So müssen sich unter anderem öffentliche Einrichtungen wie z. B. Schulen Produkte aus fairem Handel verwenden und das Bewusstsein für das Thema muss über die Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden. „Ich bin stolz, dass Waldkraiburg über den eigenen Tellerrand blickt und sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzt“, sagt 1. Bürgermeister Robert Pötzsch.

Auszeichnung ist nicht selbstverständlich
Die Auszeichnung ist nicht selbstverständlich, in den letzten Jahren wurde das Engagement für den fairen Handel weiter ausgebaut. Der Bürgermeister und der Stadtrat trinken fair gehandelten Kaffee, die Steuerungsgruppe organisiert regelmäßig Aktivitäten wie beispielsweise das faire Frühstück im Café Patini, im Kaffeeautomat für die Bürger im Rathausfoyer wird fair gehandelter Kaffee angeboten und in Geschäften und gastronomischen Betrieben sind Produkte aus fairem Handel erhältlich.

Zum Geburtstag erhalten alle Mitarbeiter der Verwaltung eine Kleinigkeit, seit 2022 ist das Geschenk ebenfalls ein Fairtrade Produkt. Mit dem Siegel sei auch viel Verantwortung verbunden, weiß auch Bürgermeister Robert Pötzsch: „Als Fraitrade Stadt setzen wir ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt. Dieses Engagement müssen wir auch in den nächsten Jahren weiterführen.“

Fair Trade soll beispielsweise Kleinbauern langfristige Handelspartnerschaften auf Augenhöhe bieten, bessere Handelsbedingungen und die Sicherung der Rechte von besonders benachteiligten Personengruppen wie Frauen und Kindern. Für den Verbraucher sei es entscheidend, dass fairer Handel tatsächlich passiere, denn wer mehr bezahlt, wolle auch eine tatsächliche Verbesserung sehen. Leider sei der Begriff rechtlich nicht geschützt, verschiedene Siegel böten aber die Sicherheit, dass die Bedingungen des fairen Handels auch eingehalten werden.

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