Eine „Mission impossible“ kam für diesen jungen Mann nicht in Frage -Werbung-
Seine jordanische Frau Reem hat Michael Widl während der Ausbildung kennengelernt. Die junge Ärztin und er haben zwei Kinder, Miriam und Josef. Foto: privat
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Eine „Mission impossible“ kam für diesen jungen Mann nicht in Frage -Werbung-

Bei manchen Menschen möchte man doch meinen, sie kämen schon mit einem glasklaren Plan, mit einer Vision, auf die Welt. So selbstverständlich sprechen sie bereits im Grundschulalter vom beruflichen Werdegang als Steuerberater *in oder was auch immer. Nicht so bei Michael Widl. Nach Beendigung seiner schulischen Laufbahn war er zunächst, so seine Worte, „etwas orientierungslos“. Sein Kumpel animierte den jungen Burschen zu einem Praktikum in der Schön Klinik Vogtareuth. Volltreffer, denn Michael Widl liebte seine Tätigkeit von der ersten Sekunde an und fand schnell heraus: „In der Pflege bin ich Zuhause!“

Nina Bufalino im Gespräch mit Michael Widl, Promedica Plus Berater in Wasserburg.

Du bist Jahrgang 1986, examinierter Krankenpfleger und arbeitest in der Funktion des Beraters für die Promedica24 Gruppe. Promedica ist als Marktführer in der häuslichen Betreuung von Senioren durch osteuropäische Betreuungskräfte angesiedelt. Wie Du weißt, drehe ich mit Leidenschaft die Zeit zurück. Was hat Dich also dazu bewegt, beruflich in der Pflege Fuß zu fassen?
Zunächst hatte ich keinen Plan und viele Pläne. Mir gefielen eine Menge Berufe, aber das Praktikum in der Schön Klinik hat mir gezeigt, wo mein Platz ist. Ich war mit Begeisterung bei der Sache, bekam positive Resonanz vom Personal und von den Patienten. Nach dem Praktikum ging es nahtlos weiter ins Klinikum Gabersee* – so nannte man das damals noch. Das war – um die Geschichte nicht in die Länge zu ziehen – mein Sprungbrett zum “Gesellenbrief” des Krankenpflegers. Danach habe ich mich als „freier Krankenpfleger“ selbständig gemacht. Das hat mir eine enorme Bandbreite an Erfahrungen ermöglicht.

Krankenpfleger auf freiberuflicher Basis – das habe ich ja noch nie gehört. Wie darf ich mir das vorstellen?
Man ist dort, wo Not am Mann ist. Ich arbeitete in Flüchtlingsheimen, in der Kinderklinik, in Pflegeeinrichtungen für Senioren und Krankenhäusern. Mich hat das total erfüllt. Der einzige Wehrmutstropfen war die Entfernung zu meiner kleinen Familie. Schließlich konnte ich mir nicht immer aussuchen, wie nah oder fern mein Einsatzort sein sollte.

Hopala, eine Familie hast Du in der Zwischenzeit auch gegründet. Liebesgeschichten interessieren mich ganz besonders, magst Du davon erzählen?
Sehr gerne sogar, da diese Liebesgeschichte ihren Ursprung noch dazu auf dem Klinikgelänge in Gabersee hatte. Dort habe ich meine Frau Reem kennengelernt. Während meiner Ausbildung kennengelernt. Reem, was übersetzt „Rehlein“ heißt, kommt aus Jordanien. Sie wohnte damals im Schwesternheim und praktizierte in Gabersee als Ärztin. Inzwischen sind wir verheiratet und haben zwei Kinder, die wilde Miriam (5) und den kleinen Josef (2).

Hast Du den jordanischen Familienanhang schon kennengelernt?
Aber sicher, wo denkst Du hin! Wir reisen regelmäßig mit den Kids in die Heimat meiner Frau  und ich fühle mich wunderbar aufgenommen. In Jordanien ereignete sich auch die bewegteste Geschichte meines Lebens, als ich mit meiner Frau hinreiste, um meinen Schwiegervater auf seinem letzten Weg zu begleiten. Ich pflegte ihn vor Ort mit all meiner Liebe, und natürlich dem Wissen und der Erfahrung, die ich im somatischen Bereich gesammelt hatte. Dann passierte etwas Unglaubliches: Er wurde gesund! Nicht nur das, er war sogar ziemlich putzmunter! Das war ein wunderschönes Gefühl für mich. Du musst wissen, die Familie meiner Frau, das sind alles Ärzte und mir wurde einmal mehr bewusst, dass die Medizin irgendwann auch ihre Grenzen hat und die Pflege, die Nähe und das Vertrauen zu Deinem Umfeld so viel bewirken kann!

Puh, das ist allerdings berührend und verbindet dich sicher noch stärker mit der Familie deiner Frau. Hast Du deshalb die beruflichen Weichen etwas umgestellt und bist nun in der Beratung bei Promedica? War dieses Erlebnis der Motor für den Schritt?
Ich hatte viele Ideen, wollte auf jeden Fall weiterhin selbständig arbeiten und nah am Menschen sein. Das Angebot des Franchisekonzerns Promedica schien mir ein toller Weg. Ich sah darin eine Art Mission, dem Pflegenotstand entgegenwirken zu können. Diese Tätigkeit ist ein moralischer Mehrwert für mich. Als Regionalberater besuche ich die Familien vor Ort und zeige ihnen Möglichkeiten der häuslichen Betreuung durch unsere top geschulten Mitarbeiter*innen auf. Ich erarbeite mit Ihnen Wege für die finanzielle Unterstützung – zum Beispiel um den Umbau eines Badezimmers oder die Ausstattung mit einem Treppenlift zu ermöglichen. Ich kann hier viel bewegen und das Unternehmen stärkt mich bei diesen Plänen. Unsere Osteuropäischen Betreuer*innen arbeiten alle in Festanstellung und werden in den deutschen Haushalten eingesetzt, wo sie ihr Potential auch am besten einbringen können.

Und, Michael, bist Du glücklich auf diesem beruflichen Weg?
Oh ja, das bin ich. Wenn man das so bezeichnen kann, dann sehe ich mich als eine Art Streetworker der Betreuung, ein Betreuungsworker. Meine Arbeit bei Promedica gibt mir die Möglichkeit, Menschen zu unterstützen, dass sie länger bei ihren Lieben im eigenen Zuhause wohnen dürfen. Das gibt nicht nur den zu betreuenden Personen sondern auch deren Angehörigen ein großes Stück an Lebensqualität zurück. Welche “Wunder sich dadurch ereignen können,, das durfte ich ja selbst mit meinem Schwiegervater erleben. Meine Arbeit schenkt mir an jedem Tag ein bereicherndes Gefühl.

* jetzt kbo-Inn-Salzach-Klinikum (Anmerkung der Redaktion)

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